PBoC arbeitet an eigener Kryptowährung

Nach Angaben eines Vertreters der chinesischen Zentralbank könnte die People´s Bank of China (kurz PBoC) bereits an einer eigenen Kryptowährung arbeiten.

In einem Artikel der Yicai hieß es, dass der Präsident der Bank, Fan Yifei, nähere Angaben über eine mögliche Zentralbank-Kryptowährung gemacht hätte.

Fan erklärte, dass die Währung der Bank sich grundsätzlich von anderen dezentralisierten Token unterscheiden werde. Eine zentrale Verwaltung und Verteilung seien die Prioritäten der neuen Währung.

„Die Zentralbank-Kryptowährung wird in der Verantwortung der Bank für die Öffentlichkeit stehen. Die Form dieser Verantwortung wird sich nicht verändern, nur da sich die physische Form des Geld digitalisiert. Deshalb müssen wir die zentrale Rolle der PBoC bei der Veröffentlichung der Zentralbank-Kryptowährung garantieren“, schrieb Fan. Außerdem fügte er hinzu:

„Eine Zentralbank-Kryptowährung wird die Nachfrage der Öffentlichkeit für andere Kryptowährungen senken, welches die Rolle unserer staatlichen Währung stärken wird.“

Des Weiteren führte er aus, dass die neue Währung wahrscheinlich nicht über ein Peer-to-Peer-System laufen wird. Peer-to-Peer-Systeme sorgen unter anderem dafür, dass eine gewisse Anonymität gewährleistet werden kann. Dies wird bei PBoCs Kryptowährung nicht der Fall sein, da die Bank alle Transaktionen einsehen kann. Dadurch sollen illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und finanzieller Betrug unterbunden werden.

Erst vor kurzer Zeit wurde bekannt, dass die Bank eine Abteilung zur Untersuchung einer eigenen Kryptowährung gegründet hatte. Der Abteilungsleiter, Yoa Qian, äußerte sich im vergangenen Jahr ähnlich wie der Präsident der Bank. Er erläuterte damals, dass eine staatliche digitale Währung nicht auf die Dezentralisierung der Blockchain angewiesen sei.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

 

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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