Amerikaner wird wegen Verkaufs von 9,99 BTC festgenommen

Ein Amerikaner wurde festgenommen, als er in einen Hinterhalt der Polizei gelockt wurde und 9,99 Bitcoin an einen verdeckten Ermittler verkaufen wollte.

Weitere Festnahme wegen Bitcoin

Ein amerikanischer Staatsbürger wurde Anfang Februar von der Immigration and Customs Enforcement Agency, einer Polizei- und Zollbehörde der Vereinigten Staaten, die dem Ministerium für Innere Sicherheit untersteht, festgenommen.

Zufolge der Anklageschrift des Gerichts im südlichen Kalifornien wird Morgan Rockcoons (alias Morgan Rockwell) vorgeworfen, Geldwäsche betrieben und ein Geldübermittlungsgeschäft ohne die dafür notwendige Lizenz durchgeführt zu haben. Außerdem geht aus den Unterlagen hervor, dass die Staatsanwaltschaft seinen Besitz, welcher in Verbindung zu diesem Fall steht, einziehen will.

Vorwürfe

In Bezug auf die Geldwäsche wird der Angeklagte beschuldigt, eine Finanztransaktion durchgeführt zu haben, obwohl er wusste, dass es sich dabei um Geld aus einem Drogengeschäft handelte. Er soll 9,998 Bitcoin (mit einem damaligen Wert von 9.208 US-Dollar) an einen verdeckten Ermittler für 14.500 US-Dollar verkauft haben. Dabei wurde er in einen Hinterhalt gelockt. Der Beamte behauptet, dass er das Geld durch die Herstellung und Verbreitung von Haschischöl erhalten habe. Dieses Öl enthält Tetrahydrocannabinol (THC), welches zu Herstellung von Cannabis benötigt wird. Dieser Stoff ist in den Vereinigten Staaten speziellen Richtlinien unterworfen und wird von der Regierung streng überwacht. Als er sich auf den Verkauf einließ, war für die Beamten klar, dass er sich wissentlich solchen Richtlinien widersetzt und dass er das rechtswidrig erhaltene Geld in den Umlauf bringen würde.

Bei dem zweiten Vorwurf (der Führung eines Geldübermittlungsgeschäfts ohne Lizenz) handelt es sich um eine Anschuldigung, welche in der Vergangenheit mehrfach von amerikanischen Behörden Personen vorgeworfen wurde, die eine größere Summe Bitcoin ohne eine Bitcoin-Börse veräußern wollten. So wurde in einem anderen Fall ein Nutzer von Localbitcoins aus Michigan festgenommen, als er Bitcoin über einen Wert von 3000 Dollar verkaufen wollte. Ein Polizeibeamter erklärte damals, dass jede Transaktion, die den Wert von 3000 Dollar übersteigt, mit den Know-your-Customer-Richtlinien für Kryptowährungsbörsen übereinstimmen müsse.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

 

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