Bitfinex hat Konto bei niederländischen ING

Wie die ING am Dienstag bestätigte, hat die Kryptowährungsbörse Bitfinex ein Konto bei der niederländischen Bank.

Nach Angaben von Bloomberg News und Reuters bestätige ein Sprecher des Finanzdienstleistungsunternehmens ein Konto von Bitfinex. Weitere Informationen könne er wegen der Geheimhaltungsverpflichtung jedoch nicht preisgeben. In den Berichten wurde Tether, der Token, der durch den US-Dollar gesichert sein soll und in jüngster Vergangenheit zu hitzigen Diskussion über Bitfinex geführt hatte, nicht erwähnt.

Der Sprecher der ING erklärte jedoch, dass die Bank „eine umfangreiche sorgfältige Prüfung“ von Transaktionen, die von Krypto-Unternehmen getätigt werden, durchführen würde. Diese Überprüfung würde jedoch nicht bei Kunden, die nur gelegentlich mit Kryptowährungen handeln, stattfinden.

In einer E-Mail der Bank hieß es:

„Mit Unternehmen, die auf dem Krypto-Markt aktiv sind, gehen wir sehr distanziert vor … nicht mit Unternehmen, die auf dem traditionellen Markt sind und Zahlungen in Kryptowährungen erhalten oder ausführen, aber mit Parteien, die sich in der Kette von Kryptowährungen befinden.“

Die ING ist die erste Finanzinstitution, die ihre Beziehung zu Bitfinex offen zugibt, nachdem Wells Fargo im letzten Jahr ihre Dienstleistungen für das Unternehmen eingestellt hatte.

Es ist nicht klar, wann das Konto eröffnet wurde. Auf der niederländischen Webseite „Follow the Money“ erklärte investigativer Journalist bereits am 14. Februar, dass die beiden Institutionen in Verbindung stehen.

Im letzten Jahr hieß es außerdem, dass Bitfinex ein weiteres Konto bei der polnischen Bank Spoldzielczy haben sollte. Dies wurde jedoch weder von der Bank noch von der Börse bestätigt. Auch die ING war zunächst nicht zu einer weiteren Stellungnahme bereit.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

Check Also

Philippinen: Banken unterstützen Kaleido für schnellere Transaktionen

Banken in abgelegenen Orten auf den Philippinen wollen die Blockchain-Technologie der Plattform Kaleido einsetzten, um so …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.