UNICEF bittet Gamer um Hilfe

Die Erfindung von Kryptowährungen ist nicht nur eine Revolution für die Finanzwelt, auch andere Branchen haben positive Veränderungen zu verzeichnen. Ein Beispiel dafür ist eine neue Initiative von UNICEF, in der Gamer und Mining eine große Rolle spielen.

Mining für den guten Zweck

Am 2. Februar gab das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (kurz UNICEF) ein neues Projekt bekannt, in dem syrische Kinder mithilfe des Mining von Kryptowährungen finanziell unterstützt werden sollen. Das Projekt trägt den Namen „Gamer Chaingers“. Dabei sollen Coins, die während des Mining-Prozesses gewonnen werden, direkt an die Initiative gespendet werden.

Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, finden Sie weitere Informationen auf der Webseite der Initiative. Zunächst muss eine Software heruntergeladen werden. Diese enthält nähere Angaben über die Verwendung der Software. Nach Angaben von UNICEF haben sich bereits 332 Miner für dieses Projekt eingetragen.

Außerdem erklärte UNICEF:

„Kryptowährungen und ihr revolutionäres Konzept bieten die Möglichkeit, Spenden anders aufzubringen. Haben Sie von Bitcoin gehört? Ethereum ist das Gleiche, mit der Ausnahme, dass das Mining einfacher ist. Sie können Ethereum-Coins mit Ihrem Computer „abbauen“ und das Geld wird dann direkt auf das UNICEF-Wallet übertragen.“

Wieso Gamer?

Gamer sind nicht häufig die Zielgruppe von Spendenaufrufen. Für dieses Projekt sind sie jedoch ideal. Für viele Computerspiele ist eine leistungsstarke Graphikkarte unabkömmlich. Diese wird beim Spielen für eine schnelle Verarbeitung und eine höhere Auflösung benötigt. Eine gute Graphikkarte kann jedoch auch fürs Mining von Kryptowährungen genutzt werden.

Während professionelle Miner ihr Computersystem ununterbrochen laufen lassen können, müssen Gamer natürlich auch arbeiten, essen und schlafen. Genau während dieser Pausen sollen die Rechner der Gamer Kryptowährungen schaffen. UNICEF hofft, dass Gamer ihre leistungsstarken Computer (und die damit in Verbindung gebrachten hohen Stromkosten) während ihrer Pausen zur Verfügung stellen und so das Projekt für syrische Kinder unterstützen, ohne dabei je eine Geldüberweisung tätigen zu müssen.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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