Usbekistan wird Kryptowährungen legalisieren

Usbekistan hat sich dazu entschieden, Kryptowährungen zu legalisieren. Bis zum Sommer soll „elektronisches Geld“ reguliert werden. Das Land in Zentralasien erhofft sich, so zum Knotenpunkt für Distributed-Ledger-Technologien zu werden. Obwohl der Staat eine günstige Energieversorgung bietet, sind bis jetzt nur wenige Mining-Unternehmen dort ansässig.

Usbekistans Bitcoin-Gesetz

In einem Dekret, welches vom Präsident Shavkat Mirziyoyev unterzeichnet wurde, heißt es, dass die zuständigen Behörden die Arbeit an dem Gesetzesvorschlag für „elektronisches Geld“ bis zum 1. September abgeschlossen haben sollen. Die Zentralbank, das Ministerium für Informationstechnologie und Kommunikation, das Finanzministerium und das Ministerium für Wirtschaft wurden nach Angaben der Vzglyad mit der Bearbeitung des Gesetztes vertraut.

Präsident Mirziyoyev fordert außerdem die Eröffnung einer Abteilung für die DLT innerhalb des Mirzo Ulugbek Innovationszentrums. Dort sollen „Voraussetzungen geschaffen werden, die den Nutzen der Vorteile der Blockchain“ ermöglichen. Diese neue Abteilung soll außerdem mit Entwicklern zusammenarbeiten, um die DLT besser zu verstehen. Die Eröffnung des Zentrums ist für den 1. Juni geplant.

Des Weiteren sollen kontaktlose Zahlungen entwickelt und beworben werden. Dies soll durch die Ausweitung des Netzes für internationale Bezahlsysteme geschehen. Ein weiteres Regelwerk dazu wird ebenfalls im Juni erwartet.

Sinneswandel in Zentralasien

Das Dekret des Präsidenten ist eine positive Kursänderung in Bezug auf Kryptowährungen wie Bitcoin. Zunächst hatten Angestellte der usbekischen Zentralbank digitale Währungen als „Instrument zur Finanzierung von Terrorismus“ bezeichnet. Wenig später hatte Premierminister Abdulla Aripov jedoch erklärt, dass er den Nutzen der Blockchain-Technologie unterstütze.

Aripov nahm an der Veranstaltung „Die digitale Agenda in der Ära der Globalisierung“ teil. Dabei handelt es sich um ein Treffen in Almaty, der Finanzhauptstadt Kasachstans , zu dem Vertreter der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und der eurasischen Wirtschaftskommission angereist waren. Auch andere Staaten in Zentralasien haben ähnliche Pläne für den Krypto-Sektor. So hatte Kirgistan verkündet, Kryptowährungen für öffentliche Verträge zu nutzen. Kasachstan will neue Anlagen durch die Unterstützung von digitalen Währungen schaffen. Auch die Zentralbank in Astana äußerte sich ähnlich und erklärte, dass sie kein Interesse daran habe, digitale Münzen zu verbieten.

Usbekistan bietet einen weiteren entscheidenden Vorteil. In einem Ranking für die Kosten des Mining-Prozesses belegte es den dritten Platz. Das Mining einer Bitcoin kostet derzeit dort nur 1.790 US-Dollar.

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Image via Unsplash

 

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