Krypto-Tomaten: Überschüssige Wärme wird für Anbau genutzt

Kryptowährungen werden immer wieder für ihren hohen Energieverbrauch kritisiert. Krypto-Tomaten sind nun der Lösungsvorschlag eines Unternehmens, welches überschüssige Wärme für den Anbau des Gemüses nutzt. Der Mitgründer der Handelsplattform Nakamoto X, Kamil Brejcha, postete in dieser Woche ein Bild, auf dem Tomaten in einem durch Mining-Wärme beheizten Gewächshaus zu sehen sind.

Krypto-Tomaten

Am 10. März veröffentliche Kamil Brejcha, Mitgründer der Plattform Nakamoto X, ein Bild auf dem große Tomatenpflanzen zu sehen sind, die durch die Wärme, die während des Mining von Kryptowährungen entsteht, gewachsen sind. Bei dem Prozess des Mining (wie bei der Nutzung von Computer generell) wird Wärme durch die Arbeit der Prozessoren frei.

Einige Befürworter von Kryptowährungen haben diese Wärme bereits für andere umweltfreundliche Projekte das Heizen von Häusern genutzt. Brejcha erklärte, dass für die Krypto-Tomaten ein System entwickelt werden musste, welches die Wärme von den Computern zu dem Gewächshaus transportiert. Für den Anbau der Tomatenpflanzen wird die warme Luft in einem sogenannten „Container“ gespeichert, welcher sich im Keller des Gewächshauses befindet. Die Wärme wird dann nach Oben ins Gewächshaus befördert.

„Wer hätte gedacht, dass das Mining von Kryptowährungen und Landwirtschaft zusammenpassen?“, fragte er auf Twitter.

„Die erste Ernte von Krypto-Tomaten kann eingefahren werden. Wir nutzen überschüssige Wärme für unser Gewächshaus und es funktioniert.“

Den Energiekreislauf schließen

Brejcha fügte außerdem hinzu, dass das Team hinter den Tomaten an einem eigenen Blockchain-Startup für dieses Projekt arbeitet. Des Weiteren erstrecke sich das Gewächshaus über 20.000 Quadratmeter. Jemand fragte, warum sich das Team für Tomaten und nicht etwa für den Anbau von Cannabis entschieden hatte.

Darauf antworte Brejcha: „Leider war es uns wegen der strengen Richtlinien nicht möglich, eine Lizenz für den Anbau von medizinischen Marihuana zu erhalten, deshalb haben wir uns für Tomaten und anderes Gemüse entschieden.“

„Wir produzieren auch unsere eigene Elektrizität – das Mining wird durch Strom, der durch 100 % Bioabfall hergestellt wird, betrieben – wir schließen also den Energiekreislauf.“

Der Unternehmer fügte hinzu, dass die Tomaten an ganz normale Geschäfte verkauft werden. Diese Idee zeigt Kritikern, dass der energieaufwendige Prozess für die Herstellung von Kryptowährungen auch umweltfreundliche Folgen haben kann. Durch den Anbau der Krypto-Tomaten wird der Energiekreislauf geschlossen und so können gleichzeitig Kryptowährungen, Obst und Gemüse hergestellt werden.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

 

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