Chilenischen Banken müssen Konten von Krypto-Börsen reaktivieren

Aufgrund eines richterlichen Erlasses müssen drei große Banken die Konten von Cryptomkt und Buda reaktivieren. Die Bancoestado soll Medienberichten zufolge bereits Vorkehrungen getroffen haben, sodass eine der Börsen in den kommenden Tagen erneut mit der Ausführung von Kryptowährungstransaktionen beginnen kann.

Bank öffnet Konto wieder

Die Bancoestado, die einzige öffentliche Bank Chiles, wird das Girokonto für Cryptomkt schon bald wieder öffnen. Dies soll Martín Jofré, Mitgründer der Plattform, am Donnerstag gegenüber der La Tercera bestätigt haben.

Die Entscheidung kommt nur kurze Zeit, nachdem das chilenische Tribunal zur Verteidigung der freien Wirtschaft im April verfügt hatte, dass drei Banken die Konten von Cryptomkt und Buda wieder öffnen müssen. Bei den Banken handelte es sich um die Bancoestado, die Scotiabank und die Itaú.

Die Itaú ist eine Tochtergesellschaft der brasilianischen Itaú Unibanc und die Scotiabank Chile ist die chilenische Abteilung der kanadischen Scotiabank. Nach dem Gerichtsbeschluss legten die Banken Berufung ein. Das Tribunal lehnte diesen Antrag ab und forderte die Banken dazu auf, die Konten bis zu einer endgültigen Entscheidung zu öffnen.

Die Entscheidung der Banken die Konten zu schließen, hatte schwerwiegende Folgen für die Krypto-Börsen. Jofré erklärte, dass die Bank „innerhalb von fünf Tagen 99,8 % der Fonds zurück an die Kunden von Cryptomkt überwiesen“ hatte. Deshalb müsste die Börse nun von vorne beginnen. Dennoch wolle Cryptomkt in den kommenden Tagen auf den Markt für digitale Währungen zurückkehren.

Banken legen Berufung ein

Während sich die Bancoestado für eine Wiederöffnung des Kontos entschieden hat, werden Scotiabank und Itaú wahrscheinlich erneut Berufung gegen die vorsorgliche Maßnahme, die von dem Tribunal abgesegnet wurde, einlegen.

Die andere betroffene Börse Buda hat bis jetzt noch nicht bestätigt, dass auch ihr Konto reaktiviert wird. Samuel Cañas aus der Rechtsabteilung des Unternehmens erklärte jedoch, dass die Börse weiterhin versuchen werde, die Argumente der anderen Banken aus dem Weg zu räumen.

In dem Artikel der La Tercera bestätigte eine Anwaltskanzlei, dass der einzige Weg für die Banken der Gang zum obersten Gerichtshof sei. Auch wenn sie erneut Berufung einlegen, „müssen sie die Öffnung der Konten“ für die Börsen effektiv umsetzen, hieß es in dem Bericht.

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