Israelisches Mining-Unternehmen leitet rechtliche Schritte ein

Die israelische Union Bank hat das Konto eines Mining-Unternehmens geschlossen. Dieses leitete deshalb rechtliche Schritte ein. Ein Präzedenzfall in diesem Gebiet gibt der Mining-Firma Hoffnung. Das Gericht wird entscheiden müssen, ob die Schließung des Kontos legitim war.

Israminer vs. Union Bank

Die Union Bank of Israel, die sechstgrößte Bank des Landes, muss sich nun aufgrund einer Klage eines Mining-Unternehmens vor Gericht verantworten. Israminer Ltd. beschuldigt die Bank, einseitig beschlossen zu haben, das Konto zu schließen. Die Bank habe diese Entscheidung drei Monate nach der Eröffnung des Kontos getroffen. Des Weiteren beschloss die Bank, Zahlungen von Krypto-Börsen nicht länger zu gestatten und machte Überweisungen rückgängig. Dies hatte dazu geführt, dass das Unternehmen keine weitere Mining-Hardware kaufen konnte.

Einer der beiden Gründer des Unternehmens ist auch Eigentümer einer Anwaltskanzlei und entschied sich deshalb dazu, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Bank einzuleiten. Außerdem hat sich das Unternehmen mit einer Beschwerde an die israelische Bankenaufsichtsbehörde gewandt.

Anwalt Guy Penn erklärte, dass „Banken in Israel sich momentan weigern, Dienstleistungen für Unternehmen, die in der Krypto-Branche arbeiten, auszuführen, ohne die Geschäftsaktivitäten zu kontrollieren oder zu verstehen“. Des Weiteren würden solche Entscheidungen, ihnen keine Wahl lassen, man müsse vor Gericht ziehen. Wenn keine rechtlichen Schritte eingeleitet werden könnten, müsste die gesamte Krypto-Branche des Landes ins Ausland umsiedeln.

Präzedenzfall stärkt den Rücken

Das israelische Bankensystem heißt Firmen aus der Krypto-Branche nicht mit offenen Armen willkommen. Deshalb waren auch andere Unternehmen gegen ähnliche Beschlüsse von Banken vor Gericht gezogen. Ein weiteres Beispiel ist Bitflash LTD, welches den Handel von digitalen Währungen anbietet. Das Unternehmen klagte vor einem Gericht in Tel Aviv und forderte, bei allen 11 Banken des Landes Konten eröffnen zu können.

Der oberste Gerichtshof in Israel verfügte einstweilig, dass die Bank Leumi das Konto der Börse Bits of Gold nicht sperren darf. Dies wurde in der Krypto-Szene als großer Durchbruch gefeiert und wird voraussichtlich auch in zukünftigen Gerichtsverfahren als Präzedenzfall dienen.

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