China: Hochstapler erhielt 15 Millionen US-Dollar für Mining-Hardware

Wenn man vor einer großen Investition steht, sollte man sich an das Sprichwort halten: Wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, ist es dies wahrscheinlich auch. Dieses Motto sollte berücksichtigt werden, wenn jemand Mining-Hardware für ein Drittel des eigentlichen Verkaufspreises anbietet.

Der 15 Millionen US-Dollar Coup

Wenn es um Verbrechen in der Krypto-Szene geht, handelt es sich meist um ausgefeilte Cyber-Verbrechen wie Hacker-Angriffe, Ransomware oder Schadcode-Injektionen. Leider sind auch die einfachsten Formen des Verbrechens erfolgreich, um Opfer um ihr Geld zu bringen. Dies zeigt ein neues Beispiel aus China. Dort hat ein Verbrecher 15 Millionen US-Dollar erbeutet, indem er Investoren Mining-Hardware für einen sehr günstigen Preis versprach. Nachdem er Geld von seinen Opfern erhalten hatte, machte er sich auf und davon.

Wie der staatliche Nachrichtensender China Central Television (CCTV) berichtete, soll ein junger Mann namens Zhang beinah 100 Millionen Yuan erbeutet haben. Über 50 Leute fielen dem Mann aus der Anhui Provinz zum Opfer. Der Vorfall ereignete sich 2017, als die Nachfrage nach Bitcoin ins Unermessliche stieg. Zhang bot Mining-Geräte im Wert von je 30.000 Yuan für einen Preis von 10.000 Yuan an. Er versprach die Auslieferung der Hardware zwei Monate, nachdem er das Geld erhalten hatte. Die Geräte wurden jedoch niemals an die Kunden ausgeliefert.

Geld für Luxusgüter ausgegeben

Dem Bericht zufolge erschlich Zhang sich das Vertrauen seiner Kunden, indem er einige Mining-Geräte vorweisen konnte. Diese hatte er jedoch nicht, wie behauptet, zu einem günstigeren Preis von einem Zulieferer erhalten, sondern für den Normalpreis erstanden. Da die Opfer davon überzeugt waren, dass Zhang ihnen die versprochenen Geräte liefern würde, bestellten sie Tausende der Gerätschaften, bevor Zhang im Januar verschwand.

Der beschuldigte Hochstapler hatte sich nach zwei Monaten selbst der Polizei gestellt und behauptet, die Hardware aufgrund des steigenden Preises und Lieferengpässen nicht liefern zu können. Nun muss er sich vor einem Gericht verantworten. Das Geld, welches er von seinen Opfern erhalten hatte, habe er nach Angaben von CCTV sowohl für Luxusgüter wie Autos als auch für Mining-Hardware ausgegeben.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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