Estland: CoinMetro erhält Lizenzen

Die zuständige Behörde in Estland hat der Börse CoinMetro die notwendigen Lizenzen ausgestellt, damit diese Wallet- und Börsentätigkeiten ausführen kann.

Know-Your-Customer-Regeln gegen Geldwäsche

CoinMetro gab bekannt, dass sie zwei Lizenzen von der estländischen Regierung erhalten habe. Eine der Lizenzen erlaube es dem Unternehmen, als Börse zu arbeiten, während die andere es erlaube, Wallet-Dienstleistungen auszuführen.

Durch die Wallet-Lizenz und die Börsen-Lizenz kann die Firma unter estländischem Recht ordnungsgemäß arbeiten und so neue Kunden anlocken. Mithilfe der Lizenzen wird ein Rechtsrahmen geschaffen, in dem Richtlinien gegen die Finanzierung von Terrorismus und Geldwäsche und für Know-Your-Customer-Regeln befolgt werden müssen.

Durch die Genehmigungen kann die Börse als regulierte Firma legitim in der Europäischen Union arbeiten. Das Unternehmen hatte sich zunächst durch einen Token-Verkauf, bei dem rund 12 Millionen Euro eingenommen wurden, selbst finanziert. Außerdem strebt es eine E-Money Lizenz im Vereinigten Königreich an, die von der Financial Conduct Authority (FCA) genehmigt werden muss.

Kevin Murcko, Geschäftsführer von CoinMetro, sagte:

„Wir haben uns keine geografischen Grenzen gesetzt und sind entschlossen, unsere Ziele Transparenz und überall, wo es das Gesetz erlaubt, einen einfachen Zugang zum Kryptowährungsmarkt umzusetzen. Mit den Gesetzen auf unserer Seite, bietet CoinMetro einen sicheren Hafen für den bevorstehenden rechtlichen Sturm, der das Potenzial hat, viele Börsen zu schließen, die nicht konform handeln.“

Estland als Standort

Des Weiteren erklärte das Unternehmen, warum es sich überhaupt für Estland entschied. Estland sei ein beliebter Standort für Krypto-Firmen, da es eine offene Regulierung und eine positive Haltung gegenüber Kryptowährungen aufweisen würde. Ein Beispiel dafür ist, dass das Land selbst an einer staatlichen Kryptowährung gearbeitet hatte, jedoch von seinem ursprünglichen Plan aufgrund von Druck der Europäischen Zentralbank abweichen musste. Nun plant die Regierung ein kleineres Projekt, bei dem Token an Bürger online ausgeteilt werden können.

Als Geschäftsführer Murcko über den Standort Estland gefragt wurde, erklärte er:

„Wir haben uns für Estland entschieden, da es seit Jahren den Nährboden für technische Startups bietet und generell sehr fortschrittlich in Sachen Technologie und Innovation ist.“

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Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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