Vietnam erwägt Importverbot für Bitcoin-Mining-Geräte

Das vietnamesische Finanzministerium erwägt ein Importverbot für Kryptowährungs-Mining-Geräte. Momentan kann das Equipment für das Mining von Kryptowährungen wie Bitcoin einfach importiert werden. Der Vorschlag des Ministeriums kommt nur einige Wochen, nachdem 15 Billionen vietnamesische Dong von über 32.000 Opfern bei einem Betrugsfall entwendet wurden.

Vorschlag des Finanzministeriums

Vor kurzem wurde ein Bericht des vietnamesischen Finanzministeriums zum Umgang mit Kryptowährungen veröffentlicht. Darin erwägt das Ministerium nach Angaben von vietnamesischen Medien die Möglichkeit, dem Import von Mining-Gerätschaften Einhalt zu gebieten. Der Bericht mit dem Namen „Dokument 964/ BTC-TCHQ“ wurde dem Premierminister des Landes vorgelegt. Die Webseite Zing.vn erklärte:

„Nach Angaben des Finanzministeriums sind Mining-Maschinen nicht auf der Liste für Güter, deren Import verboten ist und auch nicht auf der Liste für unsichere Güter oder für Güter mit einer spezialisierten Verwaltung, deshalb können Firmen einfach den Importprozess abwickeln.“

Das Ministerium erörterte, dass die Verwaltung des Mining-Equipments für Währungen wie Bitcoin, Litecoin und anderen Kryptowährungen schwierig sei. Deshalb sei für Bürger nach Angaben der City Economic News Kinhte & Dothi die Verwendung von Währungen als Zahlungsmittel einfach. „Dies ist eine Verletzung der geänderten Regierungsverordnung 101 für bargeldlose Zahlungen“, hieß es auf Zing.vn.

Allein von 2017 bis April 2018 wurden rund 15.600 Mining-Maschinen in das Land importiert. Die meisten dieser Importe gingen dabei in die Städte Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang. Davon seien 9.300 der Geräte in 2017 importiert worden, während 6.300 Geräte nur in den ersten vier Monaten dieses Jahres in das Land geschafft wurden.

Entscheidung über ein Importverbot

In dem Dokument berichtet das Ministerium außerdem von einem Betrugsfall, um seine Forderungen zu unterstützen. Es bezieht sich dabei auf einen Fall gegen die Modern Tech Corp., die ihren Sitz in Ho-Chi-Minh-Stadt hat. Das Unternehmen wurde „beschuldigt, über 15 Billionen VND durch Betrug mithilfe von Investitionsmodellen von über 32.000 Leuten“ eingenommen zu haben. Das Ministerium will mit seinen Vorhaben ähnliche Vorfälle vermeiden. Dies würde von „staatlichen Verwaltungsbehörden strikte Kontrollmaßnahmen für den Import und die Verwendung solcher Güter“ verlangen.

„Um ähnliche Vorfälle in der nahen Zukunft zu vermeiden, schlägt das Finanzministerium vor, Maßnahmen für einen Importstopp für die oben genannten Arten von Mining-Equipment umzusetzen.“

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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