Amerikanische Abgeordnete wollen Klarheit für ICOs

Eine Gruppe amerikanischer Abgeordneter fordert von dem Vorsitzenden der Börsenaufsichtsbehörde Klarheit in Bezug auf Initial Coin Offerings (ICOs). Jay Clayton soll klarstellen, ob ICOs als Wertpapierverkäufe eingestuft werden können.

Schreiben an amerikanische Börsenaufsichtsbehörde

Dies forderten die Abgeordneten Ted Budd, Warren Davidson, Tom Emmer und Darren Soto mit 11 weiteren Unterzeichnern in einem Brief an den Vorsitzenden der Börsenaufsichtsbehörde Jay Clayton. Der Status von ICOs müsse geklärt werden, da die „derzeitige Unsicherheit in Bezug auf die Handhabung von Angeboten und Verkäufen von digitalen Token die Innovation in den Vereinigten Staaten behindert und letztendlich das Geschäft an anderer Stelle vorantreiben wird“.

Weiter heißt es in dem Schreiben:

„Wir glauben, dass die Börsenaufsichtsbehörde mehr tun könnte, um ihre Position zu klären. Außerdem sind wir über den Einsatz von Durchsetzungsmaßnahmen allein zur Klärung als Vorgehensweise besorgt und wir glauben, dass formelle Richtlinien ein geeigneter Ansatz zur Beseitigung von Rechtsunsicherheiten sein können, die dazu führen, dass das Umfeld für die Entwicklung innovativer Technologien in den Vereinigten Staaten unnötig angespannt ist.“

Des Weiteren wollen die Abgeordneten wissen, in welche Kategorie Token fallen würden. Auch fordern sie von der Börsenaufsichtsbehörde „konkrete Hinweise“ für Entwickler. Die Verfasser des Schreibens fordern jedoch keines Falls eine sofortige Änderung. Die Entwicklung solcher Richtlinien würde einige Zeit kosten, sei aber langfristig die beste Alternative.

Krypto-Vertreter zeigen sich besorgt

Das Schreiben an die Börsenaufsichtsbehörde war die Folge einer Veranstaltung für Unternehmen aus der Krypto-Branche. Dort brachten die Geschäftsführer verschiedener Krypto-Unternehmen zum Ausdruck, dass es ihnen an Klarheit beim Verkauf von Token fehlen würde.

Die Börsenaufsichtsbehörde habe sich bis jetzt auf Vollstreckungsmaßnahmen gegen straffällige Unternehmen konzentriert, stellte CoinLists Anwältin Georgia Quinn fest. Diese Maßnahmen lieferten jedoch keine klare Erklärung dafür, was in den USA zulässig ist.

Außerdem erklärte Joyce Lai von ConsenSys, dass die Haltung der Behörde dazu geführt hätte, dass Unternehmen das Land verlassen.

Image via Unsplash

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