Banken schränken Dienstleistungen für nicht verifizierte Nutzer von Krypto-Börsen ein

Banken in Südkorea werden endgültig Maßnahmen ergreifen, um die Dienstleistungen für Kunden einzuschränken, die nicht das Identifizierungsprogramm nutzen. Erst vor einigen Monaten hatte die koreanische Regierung sich dazu entschieden, dass Krypto-Käufer ihre Nutzerkonten mit einem verifizierten Bankkonto verbinden müssen. Bis jetzt haben jedoch nur 40 bis 50 % der Nutzer ihre Identität für ihr Konto offengelegt.

Nur 40 bis 50 % der Anleger haben sich bei ihrer Bank ausgewiesen

Ende Januar erließ die südkoreanische Regierung ein Gesetz, welchem Kunden von Krypto-Börsen zufolge ihren Account mit ihrem Bankkonto verbinden müssen. Anleger, die dies bis jetzt noch nicht getan haben, können nur koreanische Won von ihrem Nutzerkonto abheben und kein Geld einzahlen.

Das Ziel der Regierung ist es, dass alle Börsen dieses System bei ihren Kunden anwenden. Bis jetzt bieten jedoch nur die vier größten Börsen des Landes (Upbit, Bithumb, Coinone und Korbit) diese Umstellung an.

Die Money Today berichtete gestern:

„Obwohl seit der Einführung des Dienstes zur Namensüberprüfung mehr als ein halbes Jahr vergangen ist, beträgt die Umsetzungsrate der verifizierten Echtnamen-Konten für jede Börsen-Webseite nur 40 bis 50 %.“

Um ein bestehenden virtuellen Account in ein verifiziertes Echtnamen-Konto zu ändern, muss der Anleger ein neues Konto bei einer Bank eröffnen. Verschiedene Banken sind dafür spezielle Verträge mit Börsen eingegangen. Die Börse Bithumb hat zum Beispiel einen Vertrag mit der Nonghyup Bank. Bis jetzt gibt es solche Verträge nur zwischen Banken und den vier größten Börsen Südkoreas.

Banken wollen Dienstleistungen für nicht verifizierte Konten einschränken

Ein Bankangestellter erklärte gegenüber der Money Today, dass Kunden, die weiterhin ihre alten Konten nutzen, ein höheres Risiko für Geldwäsche darstellen würden. Außerdem würden Banken daran arbeiten, die Rate zu erhöhen.

Einige Banken forderten von Börsen direkt auf die Kunden, die bis jetzt kein neues Konto eröffnet haben, zuzugehen und dies zu ändern. Die Banken des Landes führen als Gründe größere Transparenz bei Zahlungen mit virtuellen Währungen und Geldwäsche an.

Die Nachrichtenseite schrieb weiter:

„Banken werden Maßnahmen ergreifen, die die Dienstleistungen einschränken, es sei denn sie (die Kunden mit virtuellen Konten) werden bis zu einem bestimmen Datum zu verifizierten Echtnamen-Konten wechseln. Nach einem bestimmten Datum werden, falls keine neues verifiziertes Echtnamen-Konto geschaffen wurde, einige Einschränkungen für die Einzahlung und Abhebung koreanischer Won erwogen.“

Schon ab November sollen diese Maßnahmen durch die Banken getroffen werden.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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