Huobi steigt in den japanischen Krypto-Markt ein

Krypto-Börse Huobi steigt in den japanischen Kryptowährungsmarkt ein. Dafür erwarb das Unternehmen eine Aktienmehrheit bei einer der 16 zugelassen Börsen des Landes. Das Unternehmen erklärte, dass es durch diesen Schritt offensiv zur größten Börse Japans werden wolle und auch die weltweite Expansion damit im Auge behalte.

Huobi in Japan

Huobi steigt durch den Kauf der Aktienmehrheit bei Bittrade in den japanischen Markt für Kryptowährungen ein. Bei Bittrade handelt es sich um eine der wenigen Börsen, die eine Genehmigung von der japanischen Aufsichtsbehörde für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erhalten haben.

Gestern erklärte Bittrades Geschäftsführer, dass eine Tochtergesellschaft von Huobi Global (Huobi Japan Holding Ltd.) die Mehrheit der Aktienanteile des Unternehmens gekauft hätte. Unternehmer Eric Cheng, dem zunächst alle Aktien gehörten, hat für die strategische Partnerschaft große Hoffnungen:

„Die Parteien beabsichtigen, diese Handelsplattform offensiv zu der größten in Japan zu machen, mit dem Potenzial die Dienstleistungen global auszuweiten.“

Huobi besteht bereits seit 2013. Aufgrund der angespannten Rechtslage entschied sich das Unternehmen dazu, den Hauptsitz nach Singapur zu verlegen. Nach eigenen Angaben hat Huobi ein Handelsvolumen von über einer Billion US-Dollar und „Millionen von Nutzern“ auf der ganzen Welt. Teams des Unternehmens befinden sich in Singapur, Korea, Hongkong, Australien, Luxemburg und anderen Ländern.

Erst im August expandierte die Börse durch Partnerschaften mit anderen ausländischen Börsen. Damals wurden neue Geschäftsstellen auf den Philippinen, in Russland, Taiwan, Indonesien und Kanada gegründet.

Bittrade hat nötige Lizenz

Eine der größten Hürden für den Eintritt auf den japanischen Kryptowährungsmarkt ist die notwendige Genehmigung von der Finanzdienstleistungsbehörde. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung des Landes Kryptowährungen als rechtliche Zahlungsmethode anerkannt. Jedoch müssen seitdem alle Börsen von der Behörde genehmigt werden.

2017 stellte die Behörde 16 Lizenzen aus. Als Coincheck im Januar dieses Jahres gehackt wurde, hat die Behörde ihre Anforderungen verschärft. Deshalb hatten 13 Antragssteller ihre Anfrage zurückgezogen.

Unternehmer aus Singapur kaufte Bittrade

Wie die Singapore Business Review berichtete, hatte Cheng erst im Mai „100 Prozent der Anteile bei zwei japanischen Unternehmen mit Lizenz erworben“. Durch die Übernahme war Cheng, der ebenfalls Geschäftsführer seines Unternehmens Upper Joyful Ltd. ist, auch der Mehrheitsanteilseigner von FX Trade Financial Co. Ltd. (FX Trade) und der Tochtergesellschaft Bittrade Co. Ltd.

Cheng investiert in Firmen mit großen Wachstumschancen und hat unter anderem Anteile in Unternehmen in Australien, China, Kambodscha, Japan, Malaysia, Singapur, Taiwan, Thailand und Vietnam.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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