Japan: 5966 BTC bei Hackerangriff auf Krypto-Börse Zaif gestohlen

In Japan wurde die Krypto-Börse Zaif gehackt. Dabei wurden 5966 BTC gestohlen und ein Schaden in Höhe von 60 Millionen US-Dollar entstand. Die meisten der gestohlenen Coins gehörten nicht der Börse selbst, sondern ihren Kunden.

Hackerangriff auf Zaif

Am 19. September bestätigte der Betreiber der Börse Zaif, Bureau Inc., dass diese gehackt worden war. Am Montag konnte eine „Serveranomalie festgestellt“ werden. Daraufhin stellte Zaif augenblicklich alle Dienstleistungen sowie die Ein- und Auszahlungen und andere Zahlungsdienstleistungen ein.

Am 14. September zwischen 17:00 und 19:00 Uhr fand ein nicht autorisierter Zugriff auf die Wallets des Unternehmens statt. Die Börse erklärte:

„Einige der Wallets für Ein- und Auszahlungen wurden durch einen unbefugten Zugriff von außen gehackt und ein Teil der virtuellen Währungen, die wir verwalten, wurde illegal nach außen befördert.“

Von dem Hackerangriff seien die Währungen BTC, BCH und MONA betroffen. Während die Börse bestätigte, dass insgesamt 5966 BTC gestohlen wurden, ist die genaue Anzahl der anderen Coins noch nicht geklärt. Tech Bureau fügte hinzu, dass man den genauen Schaden erst ermitteln könne, wenn man die Server des Unternehmens erneut hochgefahren habe. Dafür müsste jedoch zunächst sichergestellt werden, dass die Server nicht von weiteren Angriffen bedroht werden.

Die Börse erklärte in einer Stellungnahme:

„Es wird geschätzt, dass sich der Gesamtschaden auf 6,7 Milliarden Yen beläuft (…).“

Von dieser Summe seien 2,2 Milliarden Yen Eigentum der Börse selbst und 4,5 Milliarden Yen Anlagen der Kunden. Tech Bureau habe, um betroffene Kunden zu entschädigen, bei einer Tochtergesellschaft der Fisco Ltd. nach finanzieller Hilfe in Höhe von 5 Milliarden Yen gefragt.

Ermittlungen und Entschädigungen

In der Stellungnahme hieß es weiter, dass die zuständige Behörde über den Vorfall informiert wurde. Die Börse nannte den Fall eine Straftat und fordert deshalb Ermittlungen in dieser Sache. Aber auch das Unternehmen selbst wolle einige Veränderungen aufgrund des Hackerangriffs vornehmen:

„Momentan prüfen und verstärken wir die Sicherheit und bauen den Server neu auf, (…) um das System der Ein- /Auszahlungen von virtuellen Währungen neu zu starten.“

Image via Unsplash

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