Italiens Börsenaufsichtsbehörde warnt vor drei Krypto-Unternehmen

Die italienische Börsenaufsichtsbehörde (CONSOB) warnt vor drei Krypto-Unternehmen, die hohe Gewinne durch Mining und Investment versprechen. Die CONSOB erklärte, dass diesen Firmen die nötigen Lizenzen für das Angebot solcher Dienstleistungen fehlen würden.

Unterlassungsanordnungen für Firmen ohne Genehmigung

Am 20. November erstellte die italienische Behörde eine Unterlassungsanordnung für die ausländische Krypto-Börse Richmond Investing. Darin heißt es, dass das Unternehmen ohne die benötigte Genehmigung arbeiten würde und „unbefugte Wertpapierdienstleistungen und -aktivitäten für die italienische Öffentlichkeit“ anbieten würde. Richmond Investing verspräche Anlegern hohe Gewinne in nur kurzer Zeit, schrieb die CONSOB weiter.

Außerdem wurde es der Firma Crypton Ltd. untersagt, für die kommenden 90 Tage ihre eigene Kryptowährung Crypton anzubieten. Investoren dieser Coin sollen einen passiven Gewinn durch das Mining der Coin erzielen. Die CONSOB untersagte auch die Werbung für die Währung von Alessandro Brizzi auf Facebook.

Bei dem dritten Unternehmen, gegen das die Börsenaufsichtsbehörde vorging, handelt es sich um Eagle Bit Trade. Das Unternehmen biete „Handelspakete“ an. Investoren, die ein solches Paket erstanden haben, erhalten einen finanziellen Bonus, wenn sie neue Kunden für das Projekt gewinnen. Die Registrierung auf der Plattform ist umsonst, „jedoch müssen Sie ein Paket kaufen, bevor Sie Geld verdienen können“.

Beschwerden führten zu Maßnahmen

Wie die Finance Magnate berichtete, ermittelte die Börsenaufsichtsbehörde gegen diese Firmen, nachdem sie zahlreiche Beschwerden über die Unternehmen erhalten hatte. Erst im Juni hatte die CONSOB, eine unabhängige Behörde, vor vier weiteren Unternehmen aus der Krypto-Branche gewarnt. Dabei handelte es sich um Fah Investment Ltd., CFX Point Ltd., AJN Trade Ltd. und Light Media Ltd. Auch diesen Unternehmen fehlten die notwendigen Papiere, um diese Art der Finanzdienstleistungen in Italien anzubieten.

Mit diesen Maßnahmen folgt die italienische Institution dem Beispiel anderer europäischer Aufsichtsbehörden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hatte im vergangenen Jahr die Konten der Betreiber einer Kryptowährung gesperrt. Außerdem warnte die Behörde zur Vorsicht beim Umgang mit Initial Coin Offerings (kurz ICOs).

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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One comment

  1. Guten Tag, leider bin ich mit Cfx Point auf die Nase gefallen und wurde um 3000€ betrogen. Schade dass ich Ihre Warnung erst heute gelesen habe.
    Harry Wanski aus Berlin

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