Winklevoss Brüder verklagen Charlie Shrem auf 32 Millionen US-Dollar in Bitcoin

Cameron und Taylor Winklevoss verklagen Investor und Unternehmer Charlie Shrem auf mehrere Tausend Bitcoin, die er ihnen aus einem Geschäft schulden soll.

Winklevoss Brüder werfen Shrem Unterschlagung vor

Wie die New York Times bereits am Donnerstag berichtete, half Shrem den beiden Brüdern 2012 dabei in Bitcoin zu investieren. Als ihr Krypto-Berater erhielt Shrem 750.000 US-Dollar, um für sie Bitcoin zu kaufen. Eine weitere Summe in Höhe von 250.000 US-Dollar erhielt er im September 2012. In der Anlageschrift, die von den Zwillingen im September eingereicht wurde, heißt es, dass Shrem ihnen nicht den ganzen Betrag in Bitcoin ausgezahlt hätte.

Ihnen zufolge fehlten ihnen deshalb nun rund 5000 Bitcoin, die bei der aktuellen Preislage einen Wert von 32 Millionen US-Dollar hätten. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach der Preis einer Bitcoin rund 12,50 US-Dollar.

Die Brüder erklärten in der Anklageschrift, dass sie Shrem auf die fehlenden Coins hingewiesen hätten. Dieser hätte sich jedoch geweigert ihnen die digitale Währung zu übermitteln.

Shrem geriet bereits vorher in Konflikt mit dem Gesetz

Es ist nicht das erste Mal, dass Shrem mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Wegen Geldwäsche und der Führung einer Krypto-Börse ohne notwendige Lizenz verbrachte er ein Jahr in einer Strafvollzugsanstalt. Nachdem er die Anstalt vor zwei Jahren verlassen hatte, gab er Geld in vollen Zügen aus und das, obwohl er vorher gesagt hatte, kein Geld zu haben. Unter anderem kaufte er zwei Maserati Sportwagen, zwei Motorboote und eine Immobilie in Florida im Wert von zwei Millionen Dollar.

„Entweder hatte Shrem sehr viel Glück und Erfolg seitdem er das Gefängnis verlassen hat oder – was wahrscheinlich ist – hat er die sechs Immobilien, zwei Maserati, zwei Motorboote und andere Gegenstände mit dem geschätzten Wert der 5000 Bitcoin, die er gestohlen hatte, erworben“, heißt es in der Anlageschrift, berichtete die New York Times.

Aus weiteren Gerichtsunterlagen geht hervor, dass der zuständige Richter inzwischen einige Vermögenswerte eingefroren hat.

In einer Stellungnahme sagte Shrems Anwalt Brian Klein:

„In der Klage wird fälschlicherweise behauptet, dass Charlie vor ungefähr sechs Jahren im wesentlichen Tausende von Bitcoins unterschlagen hat. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Charlie plant, sich energisch zu verteidigen und seine Ehre schnell wiederherzustellen.“

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

Check Also

Koreanische Börse Zeniex muss schließen

Die südkoreanische Börse Zeniex muss aufgrund  der Untersuchung gegen den Krypto-Fonds des Unternehmens schließen. Die …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.