Rumänischer Bitcoin-Börsen-Betreiber wird in die USA ausgeliefert

Ein rumänisches Gericht hat entschieden, dass der Geschäftsführer der Bitcoin-Börse Coinflux, in die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird. Vlad Nistor wird eine Anzahl von Straftaten wie Geldwäsche und der Besitz illegaler Gelder vorgeworfen.

Oberster Gerichtshof erlaubt Auslieferung

Vlad Nistor wurde bereits im Dezember in Clui, der Stadt, in der sich auch die Börse befindet, festgenommen. Nur wenig später wurde er von dem Berufungsgericht in Bukarest freigelassen. Er durfte die Stadt jedoch nicht verlassen. Außerdem legte der 29-jährige Berufung gegen die Auslieferung in die Vereinigten Staaten ein. Am 20. Dezember wies das Gericht seine Forderung ab.

Nun hat der Oberste Gerichtshof diese Entscheidung bestätigt. Nistor wird von den Vereinigten Staaten wegen Geldwäsche gesucht. Mithilfe der Börse habe er mit Komplizen angeblich Geld gewaschen. Unter anderem waren amerikanische Staatsbürger Opfer dieses Verbrechens.

Der Anwalt des Börsen-Betreibers Anatol Pânzaru setzte sich im vergangenen Monat gegen die Auslieferung ein. Ihm zufolge werden die rechtlichen Voraussetzungen für eine Auslieferung nicht erfüllt. Außerdem denkt er, dass Nistor fälschlicherweise vorgeworfen wird, die Straftaten in den USA durchgeführt zu haben. Vielmehr hätte die eigentliche Straftat nicht in Rumänien stattgefunden.

Pânzaru erklärte, dass die Betrüger zunächst ihr Geld in Bitcoin auf amerikanischen Grund getauscht hätten. Deshalb handele es sich bei dem Ort der Geldwäsche um die Vereinigten Staaten. Erst danach wechselten die Verbrecher ihre Bitcoin in eine staatliche Währung mithilfe der Bitcoin-Börse. Dem Anwalt zufolge sei es für Nistor unmöglich gewesen, zu wissen, dass es sich bei diesen Coins um Geldwäsche handelte.

„Versuchen ein Unternehmen zu führen“

In seiner Aussage vor Gericht sagte er, dass er sein Unternehmen gegründet hatte, nachdem er sieben Jahre in der Finanzbranche gearbeitet hatte. „Wenn Sie versuchen ein Unternehmen zu führen, dann denken sie nicht darüber nach, Straftaten zu begehen, weil das den Wert Ihres Unternehmens senkt“, sagte der 29-jährige gegenüber der rumänischen Nachrichtenseite Mediafax.

Die Börse wurde 2015 gegründet und hat seitdem Coins in einem Wert von 229 Millionen US-Dollar gehandelt. Derzeit befindet sich eine Warnung auf der Webseite: „Handel nicht möglich, Bankkonten eingefroren.“

Image via Unsplash

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