Indonesien: Handel mit Bitcoin ab einer Billion Rupiah

Die Jakarta Post berichtete, dass Unternehmen in Indonesien, die Krypto-Termingeschäfte anbieten wollen, minimal eine Billion Rupiah als Startkapital besitzen müssen. Dies entspricht einem Wert von 62 Millionen Euro. Das hat der Aufsichtsrat für Terminbörsengeschäfte des Handelsministeriums (Bappebti) beschlossen.

Eine Art der Toleranz

Diese neue Vorgabe der indonesischen Behörde verdeutlicht das umständliche Verhältnis zu Kryptowährungen. Seit Oktober ist es nämlich illegal, digitale Coins zu besitzen und mit diesen zu handeln. Dies gilt jedoch nicht für abgeleitete Finanzprodukte wie Termingeschäfte oder dem Optionshandel. Bei Termingeschäften geht es darum, durch den Handel an einem bestimmten Datum mit einer Wertsteigerung oder Wertminderung Geld zu verdienen.

Die indonesische Regierung arbeitet derzeit daran, neue Vorschriften für die Krypto-Branche zu erlassen. Mehr Rechtssicherheit und Verbraucherschutz sollen geboten werden. Eine Maßnahme ist deshalb, dass Unternehmen aus der Krypto-Branche ein gewisses Startkapital besitzen müssen. Die genauen Vorgaben lauten:

  • Unternehmen müssen eine Billionen Rupiah besitzen
  • 800 Milliarden Rupiah müssen sich auf dem eigenen Konto des Unternehmens befinden
  • 100 Milliarden müssen auf das Konto der Bappebti überwiesen werden
  • die Behörde behält 80 Milliarden Rupiah als Sicherheit.

Wie reagiert die Brache auf diese Neuigkeit?

Momentan befinden sich die indonesischen Krypto-Händler noch in Verhandlungsgesprächen mit der Behörde. Deshalb sind sie mit ihrer Meinung noch zögerlich, jedoch kristallisiert sich eine gewisse kritische Haltung der Unternehmen heraus.

Im Vergleich zu anderen Industrien ist die Summe ungewöhnlich hoch. In der Branche für Rohstoffe müssen Firmen zum Beispiel nur 2,5 Milliarden Rupiah besitzen. Das sind „nur“ 178.000 Euro.

Oscar Darmanwan, Geschäftsführer von Indodax, erklärte, dass die Summe sogar höher ist, als wenn man in Indonesien eine Bank eröffnen möchte. „Die Vorschriften ersticken den Markt“, erklärte er. Der Geschäftsführer der Börse Rekeningku.com sagte, dass er mit der Bappebti in Verhandlungen steht. Auch ihn stört die Mindestanforderung. Ihm zufolge wurde die Summe zu hoch angesetzt. Er denkt jedoch, dass er mit der Behörde verhandeln kann.

Ein Lichtstreif am Horizont

Obwohl die Vorschriften in Indonesien immer strikter werden, gibt es doch einen wachsenden Trend bei dem Handel von Kryptowährungen. Es gibt viele Token, die in geschlossenen Kreisen verwendet werden. Ein Beispiel dafür ist PUNDI X.

Image via Unsplash

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