Denver: nächste Wahl mithilfe der Blockchain?

Die amerikanische Stadt Denver startet im Mai mit einem Pilotprojekt, bei dem mithilfe der Blockchain gewählt werden kann. Dabei können Mitarbeiter des Militärs, die sich am Wahltag im Ausland befinden, für Kommunalwahlen ihre Stimme abgeben. Mithilfe ihres Smartphones können sie ihren bevorzugten Kandidaten wählen.

App Voatz ermöglicht Wahl am Handy 

Für die Wahl am Handy wird die App Voatz genutzt. Die Soldaten erhielten dafür eine E-Mail, in der Sie dazu eingeladen wurden, an dem Testprojekt teilzunehmen. Im vergangenen Jahr erhielt Voatz 2,2 Millionen US-Dollar für das Projekt.

Bis jetzt sollen bereits mehr als 30 erfolgreiche Versuchsreihen abgeschlossen sein. Zwei dieser Tests wurden in West Virginia durchgeführt und wurden finanziell unter anderem von Tusk Philanthropies unterstützt.

Bei einem dieser Pilotprojekte in West Virginia konnten ausländische Bürger und im Ausland stationierte Armeeangehörige einen Zugang zu Voatz erhalten. Auch diese stimmten mit ihrem Handy ab. Bei den Midterms im vergangenen November wurde die Technologie erneut auf die Probe gestellt. Dabei stimmten fast 150 Personen aus 24 der 55 Countys in West Virginia ab.

Tusk Philanthrophies ist überzeugt, dass Voatz eine Zukunft hat. Externe Forscher wurden eingestellt, um zu prüfen, ob die Technologie sicher funktioniert. Einer dieser Forscher ist Andre McGregor. Er war zuvor als Cyberspezialist beim FBI eingestellt und ist jetzt Sicherheitsleiter bei TLDR, einem auf die Blockchain-Technologie spezialisierten Unternehmen.

Konsens überprüft Echtheit der elektronischen Stimmzettel

Bei Voatz müssen Stimmzettel zwischen maximal 32 „autorisierten“ Computern verschickt werden. Diese müssen einen Konsens erreichen, sodass ein digitaler Wahlzettel als legitim eingestuft werden kann. Um an der Wahl via Smartphone teilnehmen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Die Nutzer der App müssen eine Telefonnummer und eine PIN mit acht Ziffern angeben und ein Foto ihres Führerscheins einreichen. Darüber hinaus muss ein Video erstellt werden, das dann von einer Gesichtserkennungstechnologie verarbeitet wird, die bestätigen kann, dass das Gesicht im Video der richtigen Person gehört.

Der Stadt Denver zufolge könnten rund 4000 internationale Wähler die App nutzen.

Image via Unsplash

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