Facebook nutzt Blockchain für eigenes Krypto-Projekt Libra

Gestern veröffentlichte Facebook das lang ersehnte White Paper zur Kryptowährung Libra. Darin heißt es, dass die Coin mithilfe der Blockchain funktionieren wird. Wenn die Währung auf den Markt kommt, soll sie durch 100 Nodes gesichert werden. Momentan sind 29 dieser Nodes bekannt.

Die Kryptowährung heißt Libra und nicht wie zunächst vermutet Globalcoin, Zuckcoin oder Facebookcoin. Sehen Sie sich hier das Einführungsvideo über die neue Kryptowährung an:

Blockchain im nächsten Jahr online

Die Libra-Blockchain wird von der Libra Association, einer gemeinnützigen Organisation aus der Schweiz, betrieben und unterhalten. Die Blockchain wird voraussichtlich 2020 in Betrieb gehen. David Marcus, Krypto-Manager von Facebook, sagte über die neue Währung:

„Libra hat das Potenzial, Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt einen Zugang zu einem inklusiven und offenen finanziellen Wirtschaftssystem zu verschaffen.“

Plätze als Node werden verkauft

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Unternehmen als Nodes für die Blockchain dienen können. Wenn ein Unternehmen daran Interesse hat, muss es eine Million Euro bezahlen, um Mitglied bei der dafür gegründeten Stiftung zu werden. Unter den 29 Nodes befinden sich unter anderem Facebook, Visa, Mastercard, Coinbase, PayPal, Uber und Lyft.

„Das Libra-System ist vielfältig. Die Organisationen, aus denen sich der Node-Pool zusammensetzt, stammen aus verschiedenen Branchen, die an verschiedenen Orten auf der Welt angesiedelt sind. Dadurch wird eine starke und ausgebreitete Infrastruktur geschaffen.“

Aufgrund dessen unterscheidet sich die Blockchain von Libra deutlich von der von Bitcoin oder Ethereum. Die Protokolle dieser Währungen werden nämlich in öffentlichen Blockchains ausgeführt. Das heißt, dass theoretisch jeder mit seiner Rechenleistung Transaktionen im Netzwerk bestätigen kann. Dieser Prozess wird auch als Minen oder Mining bezeichnet. Diesen Prozess hält die Plattform für ihre Währung für nicht sicher genug. Das Unternehmen schrieb im White Paper:

„Die Herausforderung besteht darin, dass wir nicht glauben, dass es bereits eine bewährte Lösung gibt, die das Ausmaß, die Stabilität und die Sicherheit bietet, die erforderlich sind, um Milliarden von Menschen und Transaktionen auf der ganzen Welt über ein Netzwerk ohne Gesetz zu unterstützen.“

Image via Unsplash

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