Bitcoin-Kurs verliert 600 Euro in einer Nacht

Noch gestern schrieben wir, dass beim Bitcoin-Kurs momentan nicht viel los ist. Dies änderte sich in der vergangenen Nacht. Der Kurs fiel plötzlich von 9.237 auf 8.612 Euro. Wer sich schon länger mit Kryptowährungen auseinandersetzt, weiß, dass sowas zum Krypto-Markt dazu gehört. Für alle neuen Anleger besteht erstmal kein Grund zur Sorge.

144 Mio. Dollar an Long-Positionen gelöst

Auf BitMex können Sie mithilfe von Positionen darauf spekulieren, wie sich der Kurs entwickeln wird. Als „long“ wird jede Position bezeichnet, bei der der Inhaber von einer Wertsteigerung des Finanzinstrumentes profitiert. Bei einer Short-Position dagegen spekuliert der Inhaber auf den fallenden Wert des Finanzinstruments. Wenn Sie zu weit von Ihrer Short- oder Long-Position entfernt sind, wird diese aufgelöst und Sie verlieren Ihren Einsatz. Auf BitMex können Sie sehen, dass 144 Millionen Dollar in Long-Positionen liquidiert wurden.

Wenn der Kurs sinkt, kann das zu einer Kettenreaktion führen. Wenn der Kurs fällt, werden Long-Positionen liquidiert, was wiederum dafür sorgt, dass der Kurs weiter sinkt. Das führt dazu, dass noch mehr Anleger von ihrer Long-Position abweichen. Sie können sich denken, was als nächstes passiert, richtig, der Kurs fällt weiter. Dieses Szenario wird auch als „Long Squeeze“ bezeichnet, da die Long-Positionen langsam wie eine Zitrone ausgepresst werden.

Warum sank der Bitcoin-Kurs?

Was sorgte für den anfänglichen Kursrückgang? BitMex ist hauptsächlich für Privatpersonen gedacht, aber es gibt auch eine Variante für Unternehmen aus der Finanzbranche. Dieser Service wird an der Chicago Stock Exchange angeboten und heißt CME. Auch hier werden Verträge über Short- oder Long-Positionen abgeschlossen. Diese Verträge haben eine bestimmte Laufzeit und fast 50 Prozent aller Verträge laufen am 30. August aus. Eine so große Summe kann tatsächlich dazu führen, dass der Kurs in kurzer Zeit viel Wert verliert. Experte Dave Balter sagte dazu:

„Aus unserer Perspektive sieht es so aus, als würden viele Zeitverträge bereits ausbezahlt, da sie am Freitag auslaufen.“

Image via Unsplash

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