Privacy-Coins wie Zcash, Monero und DASH stehen schwere Zeiten bevor

Staatliche Behörden wollen die Kontrolle über Privacy-Coins verschärfen. Bei diesen Kryptowährungen ist es nämlich schwierig zu verfolgen, wer etwas verschickt. Privacy-Coins bieten das, wofür kryptografisch verschlüsselte Währungen gedacht waren, nämlich anonyme Transaktionen.

Privacy-Coins werden von Plattformen genommen

Krypto-Börsen müssen aufgrund neuer Richtlinien immer mehr Kontrollen durchführen. Deshalb haben sich schon jetzt einige Börsen dazu entschieden, Privacy-Coins aus dem Angebot zu nehmen:

  • Coinbase UK hat Zcash ohne die Angabe von Gründen von der Plattform entfernt. Ein möglicher Grund könnte die Gesetzeslage im Vereinigten Königreich sein.
  • OKEx, eine Krypto-Börse mit Sitz in Südkorea, hat angekündigt, drei Privacy-Coins von der Plattform zu nehmen. Die Börse nahm kein Blatt vor den Mund und erklärte, dass dies an den Vorschriften liegt, die erfüllt werden müssen.
  • Bei Binance ist die Lage etwas unübersichtlich, da die Börse in verschiedenen Ländern arbeitet. Beispielsweise werden auf Binance US keine Privacy-Coins angeboten. Binance Lending dagegen hat erst vor kurzem die Unterstützung für Monero, Zcash und DASH angekündigt.

Datenschutz spielt zentrale Rolle bei Privacy-Coins

Jesse Spiro leitet das Krypto-Forschungsinstitut Chainalysis Inc. In einem Interview mit Bloomberg erklärte er, dass Richtlinien Privacy-Coins Steine in den Weg legen. Spiro denkt, dass die Situation sich für diese Art der Kryptowährungen zukünftig noch verschlimmern wird. Wenn Privacy-Coins von Plattformen verschwinden, wird die Liquidität und das Handelsvolumen dieser Coins darunter leiden. Spiro ist mit dieser Meinung nicht allein. Auf Twitter schrieb Galgitron, dass Coins, die Geldwäsche ermöglichen, nicht überleben werden.

Die Teams hinter den Coins Monero und DASH denken jedoch, dass sie die gesetzlichen Vorschriften erfüllen.

  • Das Entwicklerteam von Monero erklärte zum Beispiel, dass die Privacy-Coin über eine Funktion zum Anzeigen von Schlüsseln verfügt, mit der der Kontoinhaber seine Transaktionen untersuchen kann. Obwohl staatliche Behörden keinen Zugriff auf diese Funktion haben, ist dies ein Anfang.
  • Der Geschäftsführer der Dash Core Group Inc., Ryan Taylor, verglich DASH mit Bitcoin. Ihm zufolge sei DASH zu 100 Prozent in der Lage, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Taylor fügte hinzu, dass DASH mit BlockchainIntel und Coinfirm zusammenarbeitet. Diese Zusammenarbeit soll zur Erfüllung der  Anforderungen führen.

Solange es Menschen gibt, denen der Schutz ihrer Daten am Herzen liegt, wird es auch Nutzer von Privacy-Coins geben. Nur weil eine Privacy-Coin verwendet wird, heißt das nicht, dass ein Verbrechen verschleiert wird. Manchmal möchte man einfach nicht, dass andere Personen oder Organisationen wissen, was man kauft. In der realen Welt verwendet man dann Bargeld. Privacy-Coins könnten diese Rolle online übernehmen.

Image via Unsplash

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