Kelly Loeffler von Bakkt wird Insiderhandel nach Briefing über Coronavirus vorgeworfen

Der ehemaligen Geschäftsführerin von Bakkt, Kelly Loeffler, wird Insiderhandel vorgeworfen. Nach einem Briefing über das Coronavirus soll sie Aktien im Wert von mindestens einer Million US-Dollar verkauft haben.

Senatoren müssen Verkäufe offenlegen

US-Senatoren müssen ihren Handel mit Aktien offenlegen. Dies machte die republikanische Senatorin Loeffler auch. Sie meldete ihren ersten Verkauf am 24. Januar. Am selben Tag informierte der Gesundheitsausschuss des Senats die Mitglieder über Covid-19. Noch am 25. Januar schrieb sie auf Twitter:

„Ich schätze das heutige Briefing der führenden Gesundheitsbehörden des Präsidenten über den neuartig Ausbruch des Coronavirus. Diese Männer und Frauen arbeiten rund um die Uhr, um unser Land sicher und gesund zu halten.“

27 Verkaufe und 2 Käufe

Zunächst wurden ihre Aktien des Unternehmens von Resideo Technologies verkauft. Diese waren mindestens 100.000 Dollar wert. Der Wert dieser Aktien hat sich seitdem halbiert.

Danach folgten weitere 26 Aktienverkäufe bis Mitte Februar, die ihr und ihrem Mann gehört haben sollen. Außerdem kaufte die Politikerin Aktien im Wert von 250.000 Dollar von Citrix. Seit dem Coronavirus ist der Aktienwert von Citrix gestiegen. Sie kaufte auch Oracle-Aktien im Wert von bis zu 250.000 US-Dollar. Diese sind seitdem mit 18% gestiegen.

Kongressmitgliedern ist es untersagt, auf Grundlage von nicht öffentlichen Informationen zu handeln, die sie aufgrund ihrer offiziellen Pflichten erhalten haben. Loeffler stritt die Vorwürfe ab. Sie schrieb:

„Dies ist ein lächerlicher und unbegründeter Angriff. Ich treffe keine Anlageentscheidungen für mein Portfolio. Anlageentscheidungen werden von mehreren externen Beratern ohne mein Wissen oder meiner Beteiligung sowie der meines Mannes getroffen.“

Loeffler trat ihr Amt am 6. Januar an, nachdem sie als Ersatz für Senator Johnny Isakson ernannt worden war. Zuvor war sie für Bakkt verantwortlich. Bakkt machte 2019 immer wieder in der Krypto-Szene Schlagzeilen. Mit der Plattform von Bakkt können institutionelle Anleger in Bitcoin investieren. Dies geschieht in Form von Bitcoin-Futures.

Image via Unsplash

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