Microsoft nutzt die Blockchain für neues Identifikationssystem

Microsoft kündigte gestern den Start seines dezentralen Open-Source-Identitätssystems ION in der Betaversion an. Das System wurde als eine Art zweite Schicht um die Blockchain von Bitcoin entwickelt.

Digital und dezentral identifizieren

Microsoft zufolge funktioniert das System über sogenannte Decentralized Identifiers (DID). Dabei handelt es sich um überprüfbare, dezentralisierte Daten zur Identität einer Person. Das System ermöglicht es den Benutzern, ihre eigenen DIDs zu erstellen und online zu stellen. Dies könnten zum Beispiel Führerscheine oder Hochschuldiplome sein. Aber auch persönliche Daten zum Einloggen auf Webseiten wären als DIDs denkbar. Der dezentralisierte Charakter des Systems gewährleistet, dass Sie die volle Kontrolle über Ihre eigenen Daten haben.

Daniel Buchner ist Entwickler bei Microsoft. Er sagte:

„Wir freuen uns zu sehen, wie ION den Sprung zum Bitcoin-Mainnet für seine öffentliche Betaversion schafft. ION ist ein offenes, öffentliches, erlaubnisloses ‚Layer 2‘-Netzwerk, das auf offenem Quellcode aufbaut, den jeder überprüfen, ausführen und zu dem jeder beitragen kann.“

Buchner fügte hinzu, dass ION von Anfang so entwickelt wurde, dass es „unabhängig von zentralen Parteien“ oder Dritten, zu denen auch Microsoft zählt, funktionieren kann.

Das Netzwerk ist nach Microsofts Angaben gänzlich dezentral. Das heißt, dass es keine Token, ausgewählte Nodes oder einen zentralisierten Konsensmechanismus geben wird. „Die Blockchain von Bitcoin ist der einzige Konsens, den ION braucht“, heißt es in der Pressemitteilung von Buchner.

Die Macht in den eigenen Händen

Buchner sagte auch:

„Da die Schlüssel für Ihre DIDs niemals Ihre Hände verlassen und alle ION-Operationen lokal auf Ihrem Gerät signiert werden, haben Sie die Gewissheit, dass nur Sie den Status Ihrer DIDs ändern können, unabhängig davon, wie Sie sich für die Interaktion mit dem ION-Netzwerk entscheiden.“

Derzeit können ION-Benutzer bereits ihre eigenen DIDs erstellen und OpenID Self-Issued DIDs verwenden, um sich bei Websites, Apps und anderen Dienstleistern anzumelden, die den Dienst unterstützen. Darüber hinaus können Unternehmen und andere Einrichtungen ION nutzen, um ihren Benutzern digital verifizierbare Zugangsdaten zur Verfügung zu stellen.

In den kommenden Monaten planen die ION-Entwickler, die Community zu vergrößern und Nutzererfahrungen zu sammeln. Die Einführung der endgültigen Version wird diesen Herbst folgen.

Image via Unsplash

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