Kein Risiko mehr für Bitcoin-Verbot in den USA

Die Beziehung zwischen Bitcoin und verschiedenen Regierungen ist gekennzeichnet von Höhen und Tiefen. 2012 untersuchte die amerikanische Regierung, wie sie Bitcoin ein Ende bereiten könnte. Doch das Blatt scheint sich gewendet zu haben. Bitcoin kann auf eine größere Unterstützung von der Wall Street und aus Washington zählen. Barry Silbert von der Digital Currency Group glaubt, dass das Risiko eines amerikanischen Bitcoin-Verbots vorbei ist.

Kein Risiko für ein Bitcoin-Verbot

In einem Update an seine Investoren schrieb Silbert für diesen Monat:

„Zum allerersten Mal haben wir das Risiko eines Bitcoin-Verbots überwunden und ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich die kryptografische Regulierungslandschaft in den USA verbessern oder gleich bleiben wird.“

Von Politiker und Regulierungsbehörde gebe es genug Unterstützung. Außerdem hätte Bitcoin inzwischen eine Existenzberechtigung, sodass man die Kryptowährung nicht einfach abschalten könne. Silbert verweist außerdem auf die Arbeit des Coin Centers, einer in Washington ansässigen Interessenvertretungsgruppe. „Der Branche geht es gut und aus der Sicht der Beziehungen geht es uns viel besser als je zuvor, dank der Arbeit, die geleistet wurde, um die politischen Entscheidungsträger über die Vorteile dieser Anlageklasse zu informieren. Das katastrophale politische Risiko liegt hinter uns“, führte er aus.

Interesse von der Wall Street

Grayscale ist eine Tochtergesellschaft der Digital Currency Group. In dieser Woche meldete das Unternehmen, dass die Nachfrage trotz des Coronavirus von institutionellen Anlegern gestiegen ist. Im zweiten Quartal wurden eine Milliarde Dollar investiert, im ersten Quartal dieses Jahres waren es dagegen nur etwas mehr als 500 Millionen Dollar.

Trump ist kein Fan

Der amerikanische Präsident Donald Trump ist dennoch nicht von Bitcoin überzeugt. Im letzten Jahr schrieb er folgendes auf Twitter:

„Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, welche kein Geld sind und deren Wert sehr volatil ist und aus Luft geschaffen wurde. Nicht regulierte Krypto-Anlagen können gesetzwidriges Verhalten, Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten eingeschlossen, begünstigen.“

Dennoch wurde die Unterstützung für Bitcoin und Kryptowährungen in Washington durch Forderungen nach einer digitalen Version des Dollars angeregt.

Der ehemalige Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission, Chris Giancarlo, hat Anfang des Jahres zusammen mit dem Beratungsunternehmen Accenture das „Digital Dollar Project“ ins Leben gerufen, um Lobbyarbeit für die Schaffung eines digitalen Dollars von der US-Zentralbank (CBDC) zu betreiben.

Image via Unsplash

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