Zwei Drittel des Stromverbrauchs für Krypto-Mining wird von Bitcoin verbraucht

Forscher von der Technischen Universität München haben den Stromverbrauch beim Mining von Kryptowährungen näher untersucht.

Ein Drittel des Stromverbrauchs kommt durch Altcoins

Ulrich Gallersdörfer, Lena Klaaßen und Christian Stoll veröffentlichten in der Augustausgabe des  Wissenschaftsjournals Joule einen Artikel über Kryptowährungen, Mining und Stromverbrauch. Darin heißt es, dass 66 Prozent des Stromverbrauchs für Mining der Top 20 Kryptowährungen für Bitcoin verwendet werden.

„Auf der Grundlage der zugrundeliegenden Algorithmen, der aktuellen Hashrates und geeigneter Mining-Geräte kommen wir zu dem Schluss, dass 2/3 des gesamten Energieverbrauchs auf Bitcoin entfallen und die verbleibenden 1/3 auf die [restlichen] untersuchten Kryptowährungen.“

Die Studie untersuchte den Stromverbrauch von Altcoins, in dem die Rechenleistung und Mining-Geräte analysiert wurden. Bei den anderen Altcoins handelt es sich um: Ethereum (ETH), Bitcoin Cash (BCH), Bitcoin SV (BSV), Litecoin (LTC), Monero (XMR), Dash (DASH), Ethereum Classic (ETC), Zcash (ZEC), DogeCoin (DOGE), Bitcoin Gold (BTG), Decred (DCR), RavenCoin (RVN), MonaCoin (MONA), Bytom (BTM), SiaCoin (SC), DigiByte (DGB), Horizen (ZEN), Komodo (KMD) und Bytecoin ( BCN).

Ist Mining schlecht für die Umwelt?

„Der Energieverbrauch an sich ist im Zusammenhang mit dem Klimawandel kein Problem“, heißt es in dem Artikel. Dennoch schreiben die Forscher, dass Krypto-Mining eine unerwartete Belastung verursacht, die zusätzliche Ressourcen erfordert. Sie betonten, dass der Stromverbrauch von Kryptowährungen ein Grund zur Sorge für den Umweltschutz sein könnte.

Der verstorbene Bitcoin-Experte Hal Finney merkte bereits 2009 an, dass Mining aufgrund des Energiebedarfs zu einem ökologischen Alptraum werden könnte. Das war noch bevor es auch nur eine Altcoin gab. Digiconomist zufolge ist der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerkes mit rund 63,5 Terawattstunden mit dem Stromverbrauch mehrerer Länder, wie zum Beispiel der Schweiz, vergleichbar.

Dennoch stammt ein Großteil der Energie für das Bitcoin-Netzwerk aus erneuerbaren Energiequellen. Laut einem Bericht des Forschungsbüros CoinShares vom Dezember 2019 werden etwa 73 Prozent der Mining-Geräte mit erneuerbarer Energie betrieben.

Image via Unsplash

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