Ist Jörg Molt der „Mitgründer“ von Bitcoin?

Die Idee für Bitcoin wurde vor rund 11 Jahren von dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Viele haben versucht, den Mythos, der um die Kryptowährung herrscht, für sich zu nutzen. So behauptet der Australier Craig Wright seit einiger Zeit, dass er der Entwickler von Bitcoin sei. Nun gibt es einen neuen Kandidaten, der sich als Mitgründer von Bitcoin ausgibt, den Deutschen Jörg Molt.

Satoshi oder Betrüger?

Molts eigenen Aussagen zufolge ist er der „Mitgründer“ von Bitcoin. Auf seinem LinkedIn-Profil steht, dass er sich seit 1994 mit Bitcoin beschäftigt. Außerdem soll er 250.000 Bitcoin besitzen.

Die Bitcoin-Community schenkt diesen Aussagen jedoch keinen Glauben. Im Internet kursiert ein Bild von Molt und Krypto-Legende Andreas Antonopoulos. Antonopoulos schrieb über dieses Foto auf Twitter: „Anscheinend gibt es einen Deutschen namens Jörg Molt, der dieses Selfie herumzeigt und den Leuten sagt, dass wir Freunde sind. Das ist eine Lüge. Ich kenne ihn überhaupt nicht.“ Er fügte hinzu:

„Ich habe auch von anderen gehört, dass er behauptet, der Mitgründer von Bitcoin zu sein und dass er Tausende von Bitcoins besitzt. Das ist auch eine Lüge.“

Jagd auf Molt nach Konferenz

Jörg Molt war auf der World Crypto Conference in Las Vegas, die vom 29. bis 31. Oktober stattfand. Dort trat er ebenfalls als Mitgründer von Bitcoin auf und wurde er vom aufmerksamen Twitterer Kenneth Bosak entdeckt. Bosak versuchte durch ein Video auf Molt aufmerksam zu machen: „Dieser Mann hinter mir ist ein verdammter Betrüger!“

Auf Twitter begrüßten viele die Aktion von Bosak. Viele fanden den Schritt von Bosak mutig. Dies sei auch eine Warnung, dass man nicht blind jedem vertrauen könne.

Inzwischen hat Molt seinen Twitter-Account gelöscht und seine Tweets sind nicht mehr sichtbar. Die World Crypto Conference hat das Profil von Jörg Molt von der Konferenz-Website genommen.

Image via Unsplash

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