Südkoreas Finanzaufsichtsbehörde bildet Krypto-Abteilung

Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde gab bekannt, eine Abteilung speziell für Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie zu bilden.

Die Abteilung mit dem Namen „Financial Innovation Bureau“ wird ihren Fokus auf die Entwicklung von Richtlinien legen. Wie die Korean Times am Donnerstag berichtete, soll davon die Blockchain- und FinTech-Industrie des Landes profitieren.

Ein Angestellter der Behörde sagte gegenüber der Nachrichtenseite:

„Das neue Financial Innovation Bureau wird mit der Aufgabe betraut sein, politische Initiativen für finanzielle Innovationen, wie zum Beispiel die Innovation von Finanzdienstleistungen durch FinTech oder Big Data, und Antworten auf neue Entwicklungen und Herausforderungen wie Kryptowährungen zu schaffen.“

Überraschenderweise soll die neue Abteilung diese Aufgaben nur für die nächsten zwei Jahre übernehmen.

Die Entscheidung über den Einsatz einer temporären Abteilung speziell für diesen Sektor wurde während eines Treffens zwischen der Finanzaufsichtsbehörde und dem Ministerium für innere Sicherheit beschlossen.

„Die Finanzaufsichtsbehörde plant eine große Neustrukturierung, um Finanzkunden besser zu schützen und auf finanzielle Innovationen in der Ära der vierten industriellen Revolution zu antworten“, erklärte der Angestellte der Behörde.

Dieser Schritt der Behörde kommt zu einer Zeit, in der Regierung versucht, die Blockchain-Industrie zufriedenstellend für alle Parteien zu regulieren. Zuvor wurden Versuche übers Knie gebrochen.Zunächst wurden Initial Coin Offerings (kurz ICO) im vergangenen Jahr verboten. Im Mai setzte sich jedoch besonders das Parlament für eine Abschaffung des Verbotes ein. ICOs sollen erlaubt sein, solange hinreichende Verbraucherschutzmaßnahmen getroffen werden.

Die Parteien, die im Parlament vertreten sind, arbeiten ebenfalls an einem Gesetzesvorschlag zur Regulierung von Kryptowährungen und der Blockchain. Die Regierung will so Geldwäsche verhindern und mehr Sicherheit beim Handel an Krypto-Börsen schaffen.

Image via Unsplash

Maik ist Kontaktperson und Chefredakteur von Coinwelt. Seit 2015 beschäftigt er sich täglich mit Kryptowährungen. Nach dem Abschluss seines Betriebs- und Kommunikationsstudiums in den Niederlanden und in Deutschland ist er sogar hauptberuflich damit beschäftigt! Maik findet technische Analysen unglaublich interessant und hofft, dass Bitcoin in einigen Jahren mehr als 100.000 € wert sein wird.

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