Japanische Polizei finanziert Software gegen illegale Krypto-Zahlungen

Die japanische National Police Agency (kurz NPA) wird eine neue Software finanzieren, die illegale Krypto-Zahlungen erkennen wird.

National Police Agency wird neue Software finanzieren

In einem Artikel der Nachrichtenseite NHK hieß es am Donnerstag, dass der NPA im nächsten Jahr ein Budget von 35 Millionen Yen für die Finanzierung der Software zu Verfügung steht. Die NPA wird wahrscheinlich nicht selbst an der Entwicklung des Produktes arbeiten, sondern es an eine IT-Firma übergeben.

Die NPA erklärte, dass die Software in der Lage sein wird, Transaktionen auf der Blockchain, die als gefährlich eingestuft wurden, zu verfolgen. Außerdem könne man die Individuen „visualisieren und lokalisieren“, die die Kryptowährung verschicken und erhalten.

Die Maßnahme ist Teil eines größeren Vorhabens, um auf die scheinbar steigende Zahl der illegalen Krypto-Zahlungen einzugehen. Dadurch, dass die Blockchain eine gewisse Anonymität bietet, sei es für die Einsatzkräfte der Polizei schwierig in solchen Fällen zu ermitteln, hieß es in dem Artikel weiter.

Tiefschläge für die Krypto-Branche

Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres erhielt die NPA 669 Meldungen für mögliche Fälle von Geldwäsche. Des Weiteren hieß es im Jahresbericht für 2017, welcher im März veröffentlicht wurde, dass Hacker rund 6,2 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen aus den Wallets und den Konten von Nutzern gestohlen hätten.

Die Branche traf es erneut hart, als die Krypto-Börse Coincheck gehackt wurde und rund 520 Millionen US-Dollar entwendet wurden. Daraufhin forderten die Sicherheitsbehörden des Landes bessere Vorsichtsmaßnahmen und weitere Schritte gegen Geldwäsche. Diese Forderungen werden nun mit der Finanzierung der Software umgesetzt.

Des Weiteren setzten Gerichte japanisches Recht strikter um. Im Juli wurde einen Hacker, der Computer von Fremden für das Mining von Kryptowährungen nutzen, zum ersten Mal zu einer Haftstrafe verurteilt.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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