Europol-Konferenz zum Thema Geldwäsche wird von Firmen aus dem Krypto-Sektor unterstützt

Bei einer Konferenz des Europäischen Polizeiamtes zum Thema Geldwäsche sind 16 große Krypto-Börsen, Zahlungsdienstleister und Wallet-Anbieter zur Unterstützung anwesend. Die dreitägige Konferenz über digitale Währungen begann bereits am Dienstag in Den Haag.

„Verfolgung und Zuordnung“

Das Europäische Polizeiamt (Europol) erklärte, dass die Veranstaltung sich hauptsächlich um die „Verfolgung und Zuordnung“ von Kryptowährungen dreht. Teilnehmer werden auch über Methoden informiert, wie man Dienste zum Verwischen von Krypto-Zahlungen verhindern kann. Neben Vertretern von Krypto-Firmen nehmen auch Beamte verschiedener europäischer Mitgliedstaaten an der Konferenz teil.

Ein Pressesprecher von Europol sagte gegenüber der Financial Times, dass Teilnehmer der Konferenz über „die Ausbeutung von virtuellen Währungen für illegale Aktivitäten“ sprechen werden. Außerdem sollen Wege zur „Förderung von Befähigungen der Strafverfolgung“ ausgelegt werden.

Geldwäsche verhindern

Einige der Anwesenden forderten bereits eine zentrale Speicherung für Bitcoin-Adressen, die die Polizei sperren lassen will. Die Namen der Leute auf dieser Liste sollen dann an die Dienstleister aus dem Sektor weitergegeben werden, sodass diese diesen nicht den Wechsel von Krypto in Euro ermöglichen. Dies sei bereits Praxis bei einigen Firmen der Industrie, die mit anderen Unternehmen, die genau für diese Aufgabe gegründet wurden (wie zum Beispiel Chainalysis), zusammenarbeiten. Eric Demuth, Geschäftsführer bei Bitpanda, erklärte: „Sie haben die Vogelperspektive von oben, also können Sie jede Transaktion sehen, die jemals getätigt wurde. Jede Börse hat das, das ist ein Kinderspiel. Menschen, die versuchen Geld mit Bitcoin zu waschen, sind drei Jahre zu spät.“

Des Weiteren ist das Europäische Polizeiamt bis jetzt auch ganz gut ohne ein zentrales Speichersystem gegen Geldwäsche vorangekommen. Erst im März hatte Europol einen internationalen Ring, welcher Bankautomaten gehackt hatte, zerschlagen. Die Täter hatten ihre Beute mit Prepaid-Karten, die in Verbindung zu Krypto-Wallets standen, in anderen Währungen eintauschen wollen. Die Polizei wurde darauf aufmerksam, als diese für den Kauf von Luxusgütern wie teuren Autos und Häusern verwendet wurden.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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