Frankreich warnt vor nicht autorisierten Krypto-Plattformen

Die französische Finanzmarktaufsichtsbehörde warnt erneut vor nicht autorisierten Krypto-Plattformen. Die Behörde hat vier weitere Webseiten auf die schwarze Liste mit nicht autorisierten Krypto-Investments gesetzt.

Französische Behörde warnt

Die französische Finanzmarktaufsichtsbehörde, die Autorité des Marchés Financiers (AMF), warnte am Montag „die Öffentlichkeit vor einigen Firmen, die zu atypischen Investments raten, ohne dazu berechtigt zu sein“.

Bei der AMF handelt es sich um eine unabhängige öffentliche Behörde, die dafür verantwortlich ist, dass Ersparnisse, die in Finanzprodukte investiert werden, sicher sind. Nach französischem Recht für Transparenz, können Investmentangebote nur beworben werden, wenn sie vorher von der AMF genehmigt wurden und eine Registrierungsnummer erhalten haben.

In der Warnung vom Montag veröffentlichte die Behörde eine Liste mit vier „neuen nicht autorisierten Webseiten, die atypische Investments anbieten“. Bei den Webseiten handelt es sich um bitoraxe.com, solutioncrypto.com, solution-crypto.com und connect-coin.fr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die letzte Webseite bereits offline. Die anderen drei sind noch online, aber solution-crypto.com leitet einen automatisch auf solutioncrypto.com weiter.

Zuvor hatte die AMF eine Liste mit 15 Webseiten publiziert, die ohne Genehmigung Krypto-Investments anboten. Die Behörde hat insgesamt drei verschiedene Listen für nicht genehmigte Webseiten (eine für den Devisenmarkt, eine für binäre Optionen und eine für Diamanten, Weine und Kryptowährungen). Seit Juli 2017 führt die Behörde diese Listen und seit Dezember des vergangenen Jahres finden sich auch Krypto-Webseiten darauf wieder.

AMF besorgt über Kryptowährungen

Außerdem verfolgt das französische Amt, wie hoch die Verluste durch Kryptowährungen sind. Dafür nutzt sie die Daten des Epargne, ein Info-Service-Center, bei dem Bürger Beschwerden einreichen können. Der Vorstandsvorsitzende Robert Ophèle sagte im Mai während der Präsentation des jährlichen Abschlussberichts:

„Während den ersten vier Monaten des Jahres wurden mehr als 4000 Anfragen von unserem Epargne Info-Service-Center abgewickelt; 700 betrafen dabei Krypto-Anlagen mit beinah 250 Forderungen oder Berichten über Verluste im Wert von über 9 Millionen Euro.“

Er erklärte, dass Kryptowährungen mit dieser Summe binäre Optionen als Hauptbeschwerdegrund überholt hätten.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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