BTC-e Betreiber Alexander Vinnik tritt in den Hungerstreik

Alexander Vinnik, der vermutliche Betreiber der berüchtigten Börse BTC-e, plant ab heute bis zu seiner nächsten Verhandlung in den Hungerstreik zu treten. Dem Russen wird vorgeworfen, Milliarden von Dollar mit der nun geschlossenen Börse gewaschen zu haben. Er behauptet, dass seine Rechte für eine gerechte Verhandlung verletzt wurden.

Vinnik steht zunächst in Griechenland vor Gericht

Alexander Vinnik befindet sich seit seiner Festnahme in Thessaloniki im letzten Sommer in einem Gefängnis in Griechenland. Nun will er mit einem Hungerstreik auf die Bedingungen innerhalb des Gefängnisses und die Verletzungen seiner Rechte aufmerksam machen, erklärte sein Anwalt Timofey Musatov gegenüber russischen Medien. Er habe den russischen Konsul in der Stadt im Norden Griechenlands bereits über seine Entscheidung informiert.

Die griechische Polizei nahm den russischen Staatsbürger im Juli 2017 fest. Die amerikanische Staatsanwaltschaft hatte einen internationalen Haftbefehl wegen Geldwäsche und 20 weiteren Straftaten erstellt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Vinnik und seine Komplizen zwischen 4 und 9 Milliarden US-Dollar mithilfe der ehemaligen größten Börse Russlands, BTC-e, gewaschen haben.

Zunächst geht es in dem Fall darum, zu klären, in welchen Zuständigkeitsbereich der Vinnik-Fall fällt. Neben den Vereinigten Staaten wollen auch Russland und Frankreich den Mann wegen anderer Verbrechen vor Gericht bringen. In Russland wird ihm zum Beispiel vorgeworfen, 600.000 Rubel gestohlen zu haben. Vinnik selbst gab diese Tat zu, um nach Russland ausgeliefert zu werden. In den USA würde ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe bevorstehen, seine Haftstrafe in Russland könnte dagegen kürzer ausfallen.

Eine gerechte Verhandlung

Vinnik und seine Anwälte wollen jedoch auch gegen die bisherigen Verhandlungen in Griechenland, die über seine Auslieferung entscheiden werden, vorgehen. Sie werfen dem griechischen System vor, dass ihm eine angemessene Verteidigung aufgrund von Verfahrensfehlern verwehrt blieb.

Außerdem schrieb er in einem Brief an das russische Konsulat in Thessaloniki, dass er unmenschlich behandelt worden sei. Unter anderem sei er mehrere Male in Handschellen in kleinen Autos zwischen griechischen Städten transportiert worden. Außerdem wurde er dazu gezwungen auf dem Boden zu schlafen. In seinem Schreiben nennt er diese Praktiken Folter.

„Am Montag tritt Vinnik in einen Hungerstreik, um gegen diese Situation zu protestieren. Er sieht keinen anderen Ausweg – es ist entweder Gerechtigkeit oder Tod.“

Image via Unsplash

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