Chinas Zentralbank geht gegen versteckte ICOs vor

Die chinesische Zentralbank, die People´s Bank of China (PBOC), schrieb in einem vor kurzem veröffentlichten Bericht über den Umgang mit Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO). Besonders will die Bank zukünftig gegen versteckte ICOs vorgehen. Währenddessen legt die Institution den möglichen Grundstein für eine eigene Kryptowährung.

Bericht enthält Strategie für versteckte ICOs

In dem chinesischen Finanzstabilitätsbericht 2018 erklärt die PBOC, dass sie eine wachsende Zahl von versteckten ICOs beobachten konnte. Seit dem letzten Jahr geht die Bank offiziell gegen ICOs vor. Ein besonderer Dorn im Auge seien sogenannte „Luftabwürfe“ von Token.

„Nehmen Sie Luftabwürfe, bei denen Token umsonst an die Teilnehmer verteilt werden, anstatt dass Finanzmittel direkt in der Öffentlichkeit mithilfe eines ICOs gesammelt werden, während ein Teil der gesamten Menge reserviert wird“, schrieb die Zentralbank. „Diese Kryptowährungs-Startups versuchen dann, den Preis der Token auf dem Sekundärmarkt in die Höhe zu treiben, um Gewinne zu erzielen.“

Hartes Durchgreifen bei Kryptowährungen und ICOs

Die Bank beabsichtige mit „hohem Druck“ gegen diese Verfahren vorzugehen, um den Kryptowährungsmarkt zu „reinigen“. Dafür habe sie vier Ziele ausgearbeitet. Als Erstes will sie ihre starke Haltung behalten, während sie „hart“ gegen „aufkommende Gesetzesverstöße vorgeht“. Als Zweites wird die Bank die „Koordination zwischen inländischen Behörden stärken“. Drittens werde die PBOC „funktionale Überwachungsanforderungen umsetzen“. Als letzten Punkt führt die Zentralbank an, dass sie „die internationale Zusammenarbeit“ in Bezug auf Kryptowährungen aktiv fördern werde.

Außerdem scheint der Bericht auch eine Grundlage für eine staatliche Kryptowährung zu legen. In dem Text heißt es:

„Krypto-Anlagen, die nicht von der Regierung erlassen wurden, haben keinen äquivalenten rechtlichen Status wie Fiat-Währungen.“

Token-Verkäufe vor dem Verbot der Zentralbank

Eine offizielle Statistik belegt, dass vor dem 18. Juli 2017 65 ICOs in China durchgeführt wurden. An den Token-Verkäufen sollen 105.000 Menschen teilgenommen haben, die rund 2,6 Milliarden Yuan für diese Coins ausgaben. Diese Summe beträgt ungefähr 20 Prozent des gesamten ICO-Umsatzes für diesen Zeitraum.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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One comment

  1. Chinas Zentralbank geht mittlerweile gegen alle Krypto-Aktivitäten vor. Aber andererseits sichert man sich unzählige Blockchain-Patente.

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