USA: Börsenaufsichtsbehörde ging 2018 gegen mehr als ein Dutzend ICOs vor

Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, die Securities and Exchange Commission, ging im vergangenen Fiskaljahr gegen mehr als ein Dutzend Initial Coin Offerings (ICO) vor.

Börsenaufsichtsbehörde veröffentlicht Bericht für Fiskaljahr 2018

Drei dieser Token-Verkäufe sollen einem Bericht zufolge insgesamt rund 68 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben, bevor die Behörde eingreifen konnte. Dies teilte die SEC in ihrem jährlichen Bericht über das vergangenen Fiskaljahr mit.

Sicherlich ist dieser Beitrag nur ein kleiner Teil von den insgesamt 3945 Milliarden US-Dollar, die die Behörde durch Beschlagnahmungen und Strafverfolgungen im Fiskaljahr 2018 sammelte. Dennoch zeichnete sich ein deutlicher Trend ab. Die SEC geht härter gegen Initial Coin Offerings und Startups, die diese Finanzierungsmethode auswählen, vor.

„Aufgrund der Explosion von ICOs im letzten Jahr haben wir versucht den Fällen nachzugehen, die eine breite Botschaft übermitteln und Auswirkungen über ihren Tellerrand hinaus haben“, hieß es in dem Bericht.

Cyber-Einheit der SEC erfolgreich

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die im letzten Jahr gegründete Cyber-Einheit dabei geholfen hat, den Fokus auf virtuelle Straftaten zu legen. Deshalb hätten die „Durchsetzungsbemühungen eine Anzahl verschiedener Gebiete, wo Gesetze für Bundeswertpapiere auf Cyberfragen treffen, beeinflusst“.

Die Cyber-Einheit hätte „20 eigenständige Fälle, die ICOs und digitale Anlagen betrafen, vorgebracht“. Bis zum Ende des Jahres führte die Abteilung mehr als 225 internetbezogene Untersuchungen durch.

Dennoch heißt dies nicht, dass diese Fälle endgültig abgeschlossen wären. Weiter schreiben die Verfasser des Berichts:

„Während viele dieser Fälle Betrugsvorwürfe beinhalten, hat die Abteilung auch Durchsetzungsmaßnahmen durchgeführt, um die Einhaltung der Registrierungsanforderungen der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze sicherzustellen. Im vergangenen Jahr hatte die Einheit Dutzende Ermittlungsverfahren, die ICOs und digitale Anlagen betrafen, eingeleitet, viele von diesen fanden noch zum Ende des Fiskaljahres 2018 statt.“

Neben ICOs die gegen das Gesetz verstießen, ging die SEC auch gegen Unternehmen vor, die solche Token angeboten hatten.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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