Bithumb korrigiert Summe gestohlener Coins

Die südkoreanische Börse Bithumb hat die Zahl der gestohlenen Coins nach unten korrigiert. Außerdem versprach die Börse allen Kunden eine Erstattung der Verluste. Die Zahlungen sollen aus eigener Tasche der Krypto-Börse kommen, da es unwahrscheinlich ist, dass die Versicherung für den Verlust aufkommen wird.

Weniger Coins gestohlen, als erwartet

Die zweitgrößte Krypto-Börse Koreas, Bithumb, hat sich nun zu dem Diebstahl des 20. Junis geäußert.

Die Börse erklärte, dass sie „schnell einem Procedere mit sofortiger Berichterstattung gegenüber der KISA [Korea Internet & Security Agency]“ begonnen hatte und der Agentur mitgeteilt hatte, dass Kryptowährungen im Wert von 35 Millionen Won gestohlen wurden. Die Börse schrieb:

„Dennoch, während wir den Wiederherstellungsprozess für jede Kryptowährung durchgegangen sind, muss die Summe des Schadens reduziert werden. Deshalb erwarten wir, dass der Gesamtschaden niedriger sein wird, als wir zunächst erwartet hatten.“

Momentan arbeitet Bithumb mit den zuständigen Behörden zusammen, um den Dieben auf die Spur zu kommen. „Wir arbeiten Hand in Hand mit den Regierungsinstitutionen und den Sicherheitsexperten der KISA, der Polizei und Ahnlab, um die genaue Ursache zu finden und Verbesserungen vorzunehmen“, bestätigte die Börse.

Bithumb wird Kunden Geld zurückerstatten

Außerdem versicherte die Börse ihren Kunden, dass alle Kryptowährungen und Won „sicher in einem Cold-Wallet oder von der Bank“ aufbewahrt werden. Bithumb erklärte, „momentan über 500 Milliarden koreanische Won in Firmenfonds zu besitzen“.

Die Börse betonte:

„Die Summe des Schadens, der entstanden ist, wird dieses Mal ganz von Bithumbs eigenem Firmenfonds gedeckt werden, deshalb sind die Anlagen all unserer Kunden intakt und gänzlich gesichert.“

Des Weiteren erklärte die Börse, dass „momentan eine totale Veränderung unseres Wallet-Systems vorgenommen wird, um ähnlich Cyber-Angriffe zu verhindern und damit unsere Kunden sicher und ungefährdet handeln können“.

Versicherung wird den Schaden voraussichtlich nicht übernehmen

Koreanischen Medienberichten zufolge ist Bithumb bis zu einer Summe von 6 Milliarden Won versichert. Bei der Versicherung der Börse handelt es sich um Heungkuk Fire & Marine Insurance Co. Ltd. Nach Angaben von Inews24 übernimmt diese „Verluste des Systems oder Unterbrechung der Geschäftstätigkeit aufgrund eines Hacks, aber sie greift nicht bei dem materiellen Wert von Kryptowährungen“. „Der Verlust der Kryptowährungen durch den Hack ist nicht von der Versicherung gedeckt“, folgerte die Nachrichtenseite.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

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