Südkorea: Parlament wird Haltung zu ICOs im November veröffentlichen

Eines Angestellten der Regierung zufolge wird das Parlament in Südkorea seine Haltung zu Initial Coin Offerings (kurz ICOs) im November bekannt geben. Die Entscheidung wird auf den Ergebnissen einer Umfrage, die die Finanzaufsichtsbehörde an inländische Blockchain-Unternehmen verschickt hatte, basieren.

Haltung gegenüber ICOs soll im November veröffentlicht werden

Hong Nam-ki, Leiter der Abteilung für regierungspolitische Koordinierung, sagte am Donnerstag, dass „die koreanische Regierung wahrscheinlich ihre Haltung zu dem viel diskutierten Status von Initial Coin Offerings im November bekannt geben wird“. Dies berichtete jetzt die Investor.

Er erklärte, dass die Finanzdienstleistungsaufsichtsbehörde eine Umfrage an inländische Firmen aus der Branche verschickt hatte. Die Behörde ist unter anderem dafür zuständig, dass Maßnahmen für Kryptowährungen wie zum Beispiel Schritte zur Verhinderung von Geldwäsche getroffen werden. Das Ziel der Umfrage sei es, die „Haltung zur aktuellen Rechtslage“ für ICOs zu sammeln, schrieb die Nachrichtenseite weiter. „Wir haben uns für die Umfrage entschieden, da einige Unternehmen trotz des Verbotes hier ICOs vorbereiten oder durchführen“, berichtete Hong. Außerdem sagte er:

„Wir hatten viele Diskussionen …, sobald die Ergebnisse der Umfrage Ende Oktober eintreffen, planen wir die Haltung der Regierung zu veröffentlichen.“

Die Money Today zitierte ihn wie folgt:

„Ich strebe an, die Haltung der Regierung im nächsten Monat zu formen.“

Obwohl die südkoreanische Regierung alle ICOs im September des letzten Jahres verbot, hat sie bis jetzt noch keine Gesetze für die Branche erlassen. Dies hatte dazu geführt, dass einige Firmen ihre Token im Ausland veröffentlichten, sodass koreanische Investoren die Coins dort erwerben konnten.

Umfrage der Behörde bringt Firmen in Bredouille

Die Umfrage der Behörde brachte Firmen aus der Region in die Bredouille, schrieben koreanische Nachrichtenseiten. Die Economics Daily berichtete, dass in der Umfrage unter anderem nach aktuellen oder zukünftigen Projekten dieser Art gefragt wird. Außerdem sollen Firmen angeben, warum sie sich zur Finanzierung durch die Token entschieden haben und wie sie diese verbreiten wollen.

Die Behörde beharrt darauf, dass die Umfrage allein dafür gedacht ist, „die genaue Lage, in der sich Firmen aus der Branche befinden, zu verstehen“ und „nicht für Sanktionen“ eine Rolle spielen wird. Dennoch zeigen sich einige Unternehmen besorgt. Der Geschäftsführer eines Unternehmens, welches die Umfrage erhalten hat, erklärte:

„Wir haben uns dazu entschieden, dass es unsere interne Verfahrensweise ist, darauf zu antworten trotz der Bedenken, dass es nachteilig sein könnte, auf der schwarzen Liste der Regierung zu stehen, falls diese abgewiesen wird.“

Image via Unsplash

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