Regierungen und Zentralbanken vertrauen Bitcoin aufgrund der Preisschwankungen nicht

Die Chefredakteurin von Forkast News, Angie Lau, interviewte den Autoren und Unternehmer David Shrier. Dabei sprachen sie über Libra, Kryptowährungen von Zentralbanken, Bitcoin und eine seiner Meinung nach benötige föderierte Währung.

Blockchain, Libra und digitale Währungen

Am Anfang des Interviews geht Shrier zunächst auf die Punkte ein, die von der Chefredakteurin in der Einleitung angesprochen werden. Deshalb spricht er zunächst über die Blockchain. Ihm zufolge könne die Blockchain genau wie künstliche Intelligenz, Big Data und andere neue Technologien die gesamte Gesellschaft verändern, so wie es die industrielle Revolution zuvor getan hat.

Ebenfalls äußerte er sich zu der Kryptowährung von Facebook mit dem Namen Libra. Sein größtes Problem mit der Coin des sozialen Netzwerkes ist, dass Libra ohne die Mitsprache einer Regierung entwickelt wurde. Die Entwicklung der Währung sei kein demokratischer Prozess. Angesichts des Potenzials, das Finanzleben von 2,5 Milliarden Menschen zu reformieren, müsste das Interesse der Bevölkerung vertreten sein.

Auch die Währung einer Zentralbank sei nicht perfekt, da man eine internationale digitale Währung benötige. Seine Lösung ist deshalb eine „föderierte Währung“ (engl.: Federated Currency). Dabei würde Staaten nicht wie bei anderen Währungen wie dem Euro ihre Souveränität einschränken, sondern viel mehr Kontrolle und Unabhängigkeit gleichzeitig gewinnen.

Kein Vertrauen in Bitcoin

Als Lau erläutert, dass einige darin die Rolle von Bitcoin sehen, stimmt Shrier zunächst einigen Eigenschaften von Bitcoin zu. Ihm zufolge sei die Währung jedoch nicht wirklich dezentral. Er erklärte, dass eine Handvoll Menschen eine Vielzahl der Coins und somit das Netzwerk an sich in ihrer Kontrolle hätten. Außerdem würden Regierungen und Zentralbanken es niemals zulassen, dass Bitcoin zu einer weltweiten Reservewährung wird.

Shrier berichtet, wie er mit vielen Mitarbeitern von Zentralbanken und Beamten des Finanzministeriums gesprochen hätte. Dabei wurde ihm klar, dass die allgemeine Tendenz dahin geht, dass der Kryptowährung nicht zu trauen ist. Dies sei auf die starken Wechselkursschwankungen der digitalen Coin zurückzuführen, die kein Staat seiner Wirtschaft zufügen möchte.

Sehen Sie sich hier das Interview von Angie Lau mit David Shrier an.

Image via Unsplash

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