Irans Zentralbank verbietet Banken den Umgang mit Kryptowährungen

In einer Stellungnahme verbot die iranische Zentralbank, anderen Banken den Umgang mit Kryptowährungen. Der Grund dafür seien Sicherheitsbedenken wie Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus. Die Krypto-Community denkt, dass sie zunächst nicht von dem Verbot betroffen ist, da sie ihre Dienstleistungen weiterhin anbieten kann.

Verbot von der Zentralbank

Die Zentralbank des Irans veröffentlichte am Montag eine Stellungnahme, in der sie ihre Position gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin erklärte. Der Umgang mit Kryptowährungen von Banken und anderen Finanzinstitutionen sei verboten.

Nach Angaben der Bank „hat der Regierungsausschuss gegen Geldwäsche diese Entscheidung bereits im Dezember getroffen“. Dieser Entschluss werde nun umgesetzt. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP soll die Bank gesagt haben:

„Alle Kryptowährungen haben das Potenzial als Mittel für Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus verwendet zu werden und können generell als Mittel für die Überweisung von Geldern von Kriminellen genutzt werden.“

Nach Angaben von Mehr News wurden iranische Banken und Finanzinstitutionen bereits vor einigen Tagen über diese Entscheidung informiert.

Das Verbot kommt zu einer Zeit wirtschaftlicher Ungewissheit. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union werden in den nächsten Wochen über weitere Wirtschaftssanktionen für Teheran diskutieren. Möglicherweise werden erneut strikte Kontrollen für den Iran eingeführt, die zunächst 2015 abgeschafft wurden.

Auswirkungen für die Krypto-Community

Erst vor wenigen Tagen hatte die Zentralbank ebenfalls ausländische Börsen, die den Handel mit herkömmlichen Geld ermöglichen, verboten.

Noch im Februar hatte der Minister für Telekommunikation Mohammad-Javad Azari Jahromi getweetet, dass sein Ministerium und die Zentralbank untersuchen würden, inwieweit ein Initial Coin Offering der beiden Institutionen realisierbar wäre. Die daraus entstehende Kryptowährung wäre „ein experimentelles Modell für das Bankensystem des Landes“.

Während viele Bürger Kryptowährungen als einen Ausweg für internationale Sanktionen sehen, denken andere, dass „die Technologie, das ohnehin schwache Bankensystem untergraben könnte“, schrieb die AFP.

Iraner aus der Kryptobranche drückten gegenüber der Nachrichtenagentur auch aus, dass sie zunächst nicht von dem Verbot betroffen wären. Bis jetzt habe nur die Börse Coinex ihre Dienstleistungen zeitweise einstellen müssen. Mitarbeiter Hadi Nemati sagte jedoch: „Ich habe aber andere Krypto-Börsen gesehen, die weiterhin normal arbeiten.“

Er erklärte weiter, dass das Verbot allein Banken und Finanzinstitutionen betreffen würde und nicht die breite Öffentlichkeit.

„Es ist kein totales Verbot von Kryptowährungen.“

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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