Indien: Betrüger finanzieren Mining-Zentrum durch illegales Schneeballsystem

Die indische Polizei hat ein Mining-Zentrum durchsucht, welches mithilfe von 15 Millionen US-Dollar finanziert wurde, die durch ein illegales Schneeballsystem eingenommen worden waren. Die Polizei beschlagnahmte dabei die Gerätschaften und nahm zwei Hintermänner fest.

Illegales Schneeballsystem finanziert Ethereum-Mining in Indien

In Delhi hat die Abteilung der Polizei für Internetkriminalität ein Mining-Zentrum in einem 4.000 Quadratfuß großen Gebäude in Dehradun durchsucht. Die Razzia fand nur wenige Tagen nach der Festnahme der beiden Besitzer Kamal Singh und Vijay Kumar statt. Diesen wird vorgeworfen, die Hintermänner eines illegalen Schneeballsystems zu sein, welches rund 15 Millionen US-Dollar eingenommen hatte. Die Verdächtigten nutzen für ihre Machenschaften die Plattform bits2btc.com.

Lokalen Medienberichten zufolge habe die Polizei „über 100“ Mining-Geräte, 500 Grafikkarten und eine Anzahl Server gefunden. Anwohnern hätten die Besitzer erzählt, dass es sich bei dem Mining-Zentrum um ein Rechenzentrum eines großen Unternehmens handele.

Profite wurden genutzt, um Krypto-Aktivitäten durchzuführen

In dem Verhör gaben die beiden Hintermänner Sigh und Kumar zu, dass das Mining-Ethereum-Zentrum durch ein Schneeballsystem von bits2btc finanziert wurde. Die Beschuldigten räumten außerdem ein, zwei eigene Kryptowährungen (HBX und Mcap) verbreitet zu haben und an einem weiteren Schneeballsystem (gainbitcoin.com) beteiligt gewesen zu sein.

Bereits seit September 2017 nutzten die beiden das Gelände, um ihr Vorhaben umzusetzen. Sie stellten außerdem 8 Mitarbeiter ein, die die Mining-Hardware instand halten mussten.

Dritter Betrüger noch nicht festgenommen

Die Polizei ist noch stets auf der Suche nach dem dritten Besitzer des Mining-Zentrums S.S. Alagh.

Zwischen den drei Besitzern sei es außerdem zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Einer der beiden Festgenommen beschuldigte Alagh der Entführung. „Kumar legte eine Beschwerde bei der örtlichen Polizei ein und beschuldigte Alagh und seine Komplizen, ihn entführt zu haben“, erklärte einer der zuständigen Polizisten. Diese Beschwerde hatte zur Verhaftung der anderen beiden Besitzer geführt.

Auch ein Angestellter der Betreiber wurde festgenommen. Es soll außerdem untersucht werden, ob noch mehr Mining-Zentren von dem Trio betrieben wurden.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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