Japanische Bitcoin-Börse gehackt: 32 Millionen Dollar gestohlen

Bitpoint ist eine japanische Krypto-Börse. In dieser Woche gab die Börse zu, dass sie gehackt wurde und dabei 3,5 Milliarden Yen (rund 32 Millionen US-Dollar) in Kryptowährungen gestohlen wurden. Bei den gestohlenen Coins handelt es sich vor allem um Bitcoin (BTC) und Ripple (XRP).

Hot- und Cold-Wallets

Die Coins wurdet aus sogenannten Hot-Wallets gestohlen. Dabei handelt es sich um Wallets, die mit dem Internet verbunden sind. Meistens werden große Mengen an Coins in Cold-Wallets gespeichert. Das sind Wallets, die nicht andauernd mit dem Internet verbunden sein müssen, um Coins zu verwalten.

Von den 3,5 Milliarden Yen waren 2,5 Milliarden Yen das Eigentum der Kunden. Der Rest gehörte der Börse selbst. Bitpoint erklärte, dass sie „eine unautorisierte Bewegung von virtuellen Währungen“ verzeichnet hatte. Daraufhin habe die Börse sofort alle Dienstleistungen eingestellt. Auf Bitpoint ist der Handel mit Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP) möglich.

„Wir arbeiten mit Nachdruck daran, die Ursache herauszufinden, die Bewegung zu identifizieren und den Schaden zu minimieren“, hieß es in der Nachricht an die Kunden. Bei dem Hacker-Angriff auf Bitpoint handelt es sich um den sechsten auf eine Krypto-Börse in diesem Jahr. Einer Untersuchung von The Block zufolge wurden in diesem Jahr schon 1,39 Milliarden US-Dollar von Krypto-Börsen gestohlen.

Im vergangenen Jahr wurde ebenfalls eine japanische Börse Opfer eines Hacker-Angriffs. Zaif wurde im September 2018 gehackt. Damals wurden rund 60 Millionen Dollar in Kryptowährungen entwendet.

Verwalten Sie Ihre eigenen Coins

Dieser Vorfall bestätigt erneut den Leitsatz: „Not your keys, not your Bitcoin.“ Wenn Sie nicht im Besitz Ihrer Private-Keys (privaten Schlüssel) sind, sind Sie strenggenommen auch nicht im Besitz Ihrer Coins. Das gilt nicht nur für Bitcoin, sondern auch für alle anderen Kryptowährungen.

Sie erhalten Ihre Private-Keys, wenn Sie ein eigenes Wallet erstellen und von dort Ihre Coins verwalten. Wallets gibt es in verschiedenen Formen. Es gibt Apps, Webseiten, Programme oder auch Hardware-Wallets.

Wenn Sie Ihre Coins über eine Börse verwalten lassen, dann befinden sich Ihre Coins in den Wallets der Börse. Das heißt, dass allein die Börse die Private-Keys für diese Wallets besitzt. Deshalb müssen Sie sich sicher sein, dass Ihre Coins dort sicher sind. Börsen sind aufgrund des hohen Aufkommens von Coins ein beliebtes Ziel von Hackern, wie auch dieser Fall erneut deutlich gemacht hat.

Image via Unsplash

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