Schweizer fürchten schlechten Ruf fürs Krypto-Valley in Zug

Gemeindeorganisationen, Firmen aus der Krypto-Branche und Unternehmer haben der schweizerischen Stadt Zug geholfen, wirtschaftlich deutlich an Bedeutung zu gewinnen. Während die örtlichen Behörden eine Willkommenspolitik für die Branche durchsetzen, fürchten andere schlechte Presse und ordnungspolitische Maßnahmen aus den Vereinigten Staaten.

Robin Hoods in teuren Autos

In einem Artikel der Financial Times über die Stadt Zug in der Schweiz heißt es, dass trotz des Erfolges durch den Zuzug neuer Unternehmen einige negative Folgen möglich sein könnten. Ein Finanzexperte sagte: „Ich warte nur darauf, dass Washington Bern anruft und fragt, ’Was macht ihr hier in Zug? ’.“ Ein weiterer Experte sagte über die neuen Unternehmen in der Stadt: „Sie sind ganz anders als Banken, sie sind wie Robin Hoods – aber Robin Hoods, die in Lamborghinis herumfahren können.“

Neben der öffentlichen Zurschaustellung ihres Vermögens führen Kritiker andere bekannte Argumente auf. „Meine größte Sorge ist, dass diese Undurchsichtigkeit ein schlechtes Licht auf Zug werfen wird“, sagte Andreas Hürlimann Gemeinderatsmitglied der Grünen in Zug. „Man weiß nicht, von wo und wohin das Geld geht und ob es sich zum Beispiel um Drogengeld handelt.“ Er fügte außerdem hinzu, dass die Nachrichten darüber, dass die Gemeinde Bitcoin-Zahlungen akzeptieren wird, „eindeutig ein Marketing-Gag“ waren.

Unternehmer aus der Region sind mit der Politik und den Richtlinien innerhalb Zugs zufrieden. Das einzige Problem für sie sei die fehlende Bereitschaft zur Kooperation durch Banken.

Schwarze Schafe

Die größten Sorgen, heißt es in dem Artikel, bereiteten jedoch Initial Coin Offerings (ICOs). Diese könnten nämlich den Druck von ausländischen Regierungen vergrößern und so dazu führen, dass die Stadt ihre Politik für alle Unternehmen aus der Branche ändern muss. „Die Schweiz ist noch stets unter Druck, einer Strategie für ’sauberes Geld’ zu folgen. Es war viel Arbeit, um die Schweiz von der schwarzen Liste zu bekommen und es gibt natürlich keinen Wunsch, nochmal auf die Liste zu gelangen“, erklärte Jan Seffinga Blockchain-Experte von Deloitte.

„Diese ICOs benötigen blindes Vertrauen in die Gründer. Man kann nicht viel machen, wenn die aufgebrachten Gelder veruntreut werden“, kommentiere Luzius Meisser, Gründer der Bitcoin Association Switzerland. Heinz Tännler Finanzdirektor des Kantons sagte: „Es gibt ein Risiko, wenn es schwarze Schafe gibt. Wir haben unsere Augen offen. Aber es gibt niemals eine Möglichkeit ohne Risiko.“

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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