Taobao ändert Richtlinien für ICOs

Die Verkaufsplattform Taobao, die der chinesischen Alibaba Group untersteht, hat ihre Richtlinien zum Umgang mit ICOs aktualisiert. Produkte und Dienstleistungen, die in Zusammenhang mit Kryptowährungen stehen, dürfen nicht länger angeboten werden.

Am Dienstag wurde auf der chinesischen Webseite des Unternehmens verkündet, dass Dienstleistungen in Bezug auf Initial Coin Offerings (ICOs) nicht mehr auf der Seite aufgelistet werden dürfen. Davon betroffen sind Dienstleistungen zur technischen Entwicklung, zum Marketing und der Erstellung von Geschäftsvorschlägen.

Schon ab dem 17. April sollen die neuen Richtlinien durchgesetzt werden. Bereits seit längerer Zeit waren auf der Plattform Kryptowährungen generell und Produkte, die auf der Blockchain basieren, wie zum Beispiel die sogenannten CryptoKitties, verboten. Ebenfalls ist seit einiger Zeit der Verkauf von Hilfsmittels und Technologien für das Mining von Kryptowährungen eingeschränkt.

Taobao erklärte, dass Verstöße gegen diese Richtlinien bestraft werden. Obwohl die chinesische Volksbank ICOs im vergangenen September verboten hatte, wurden auf der Plattform noch stets Dienstleistungen für ICOs angeboten. In einigen Fällen kam es zu neuen ICO-Projekten, in denen Geschäftsideen mit falschen Informationen veröffentlicht wurden, um die Öffentlichkeit zu täuschen und Investitionen zu sichern.

Händler der Webseite bieten noch stets Dienstleistungen für die Erstellung von Geschäftsmodellen mit ICOs an. Jedoch wurde das Wort ICO zu I.CO. in der Beschreibung umgewandelt, um nicht sofort von dem Programm ausfindig gemacht zu werden.

Taobao ist das jüngste Beispiel einer Plattform, die sich gegen ICOs einsetzt. Erst vor wenigen Wochen hatten sich Google, Facebook und Twitter zu ähnlichen Maßnahmen entschieden.

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Image via Unsplash

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